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Alt 16.01.2018, 17:57   #3926  
michidiers
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Ausgabe 85 - Thor Gott des Donners: Götterschlächter



Inhalt: Thor God of Thunder 1-5

Autor & Zeichner: Jason Aaron, Esad Ribic

Zitat:
In der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft muss Thor einen furchtbaren Feind bekämpfen, der Götter vernichtet. Aber wer ist dieser grausame Mörder und wieso ist er so besessen von seiner Mission, jede Gottheit auszulöschen? Thor muss dieses schreckliche Geheimnis ergründen, sonst droht auch den Asen der Tod durch Gorr den Götterschlächter!
Für mich war diese Ausgabe eine der großen positiven Überraschungen dieser Sammlung. Eine innovativ erzählte Geschichte mit ungewöhnlichem Inhalt, spannend und ein echter Pageturner. Die stimmigen Zeichnungen des Künstlers Esad Ribic sind trotz aller „gemäldehaftigkeit“ dynamisch und die Kämpfe hervorragend dargestellt.
Schade nur, dass die Gesamtstory um den Götterschlächter in dieser Ausgabe nicht abgeschlossen wird. Daher hoffe ich, dass diese noch kommen wird.

und

Ausgabe 92 - Infinity: Teil 1



Inhalt: Infinity 1-3, Avengers 18-20 und New Avengers 9-10

Autor & Zeichner: Jonathan Hickman, Jim Cheung, Jerome Opena,
Dustin Weaver, Leinil Francis Yu & Mike Deodato Jr
.


Da ich diese Story bereits besitze und vor nicht allzu langer Zeit gelesen habe, habe ich mir das Lesen verkniffen und poste hier einmal meinen damaligen Eindruck als Kopie:

Inhalt: Es steht doppelt schlecht um unsere Erde! Die Builder, eine uralte, göttliche Rasse und offensichtlich Erschaffer allen Lebens im Universum, sehen in unseren blauen Planeten eine Gefahr und planen ihn mit einer gewaltigen Raumschiffarmada zu zerstören. Da sie auf dem Weg zur Erde auch Verwüstungen auf anderen Planeten hinterlassen, schließt sich den ins Weltall aufgebrochenen Rächern um Captain America eine Allianz verschiedener Rassen wie die Kree, Shi`ar, Brood oder Skrulls an. Kaum sind die Helden weg, lauert in unserem Orbit die zweite Bedrohung in Gestalt von Thanos, welcher sich mit seinen Truppen daran macht, eine Invasion auf der Erde zu starten. Die wenigen auf der Erde verbliebenen Helden rüsten sich zur letzten Schlacht.

Irgendwo um Seite vierzig des gut -280- Seiten starken Paperbacks bringt es Maximus, der ein wenig aus der Art geschlagene Bruder des Inhumans Black Bold auf den Punkt: „Ich habe ein Meisterwerk geschaffen!“, ruft er euphorisch aus.

Ob der Autor Hickmann damit einmal kurz in die verrückte Rolle einer seiner Figuren schlüpfen wollte und ein bisschen Eigenlob an den Leser bringen wolle? Keine Ahnung, aber zu einem echten Meisterwerk fehlt es dann doch noch ein wenig. Beileibe ist es aber wirklich keine schlechte Lektüre, die ich für verhältnismäßig günstige 20 Euro bei meinem Händler aus dem Regal genommen habe.

Immer mehr, immer größer, immer gewaltiger und vor allem immer länger ist das Motto, das Starautor Hickmann spätestens mit „Marvel Now“ bei den Rächern für sich ausgegeben hat. Inzwischen gibt es für den Normalleser eine kaum noch überschaubare Anzahl von Serien und Charakteren mit und um den Rächern. Wenn dann noch ein Megaevent ansteht, wird es naturgemäß noch unübersichtlicher. Panini und Marvel haben daher gut daran getan, dieses Event in zwei Paperbacks aufzuteilen, wobei in dieser Nummer 1 mit den Serien Avengers, New Avengers und Infinity die chronologische ersten Hälfte veröffentlicht wird. Und ich gebe gerne zu: das Patchwork aus den einzelnen Serien ergibt als dickes Paperback, dass sich in einem langen Nachmittag gut in einem Rutsch durchlesen lässt, plötzlich einen ganz passablen Inhalt. Die drei Serien lesen sich in diesem Format mühelos wie eine lange Geschichte. Nicht einmal der ständige Wechsel der insgesamt achtzehn Zeichner, Inker und Farbgestalter bringt einen Bruch in den Lesefluss hinein.

Natürlich birgt Hickmans Eigenart des Schreibens mit dem langen Spannungsaufbau, sowie den vielen Handlungs- und Erzählebenen durchaus seine Macken. Man muss daher schon höllisch aufpassen, um nicht etwas zu verpassen oder in einen falschen Kontext zu setzten. Aber alles in allem ist es eine echte Weltraumoper geworden, die ich in dieser geballten Form von Marvel noch nicht gelesen habe. Fantastische Welten, riesige Raumkreuzer und Raumschlachten sind die Zutaten dieser Story, wobei der hauptsächlich auf unseren Planeten spielende Handlungsfaden um Thanos das ganze genügend erdet.

Fazit: Ein Paperback, das viel Aufmerksamkeit beim Lesen erfordert, den Leser dafür aber mit einer Weltraumoper in beeindruckenden Bildern belohnt.
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Alt 21.01.2018, 11:10   #3927  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 94



Erscheinungstermin: 1977/10

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #98
2) Daredevil (I) #36

Story-Titel:
1) Das Geheimnis auf dem Mond !
2) Tod lauert zweimal ½

Original-Storytitel:
1) Mystery on the Moon!
2) The name of the game is mayhem!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) In dieser Ausgabe erfahren wir Leser, Leserinnen, LeserInnen, LESER/-INNEN, LESER(INNEN), LESER (M/W), INTER UND DIVERS, dass die FV dafür verantwortlich sind, dass die erste Mondlandung von Apollo 1 anno 1969 nicht zu einer Katastrophe wurde. Dazu müssen unsere Helden zuvor einen einen von der Kree auf einer Südseeinsel platzierten „Stimulator“ inklusive dessen Wächter neutralisieren, was naturgemäß nur nach einem heftigen Kampf zum Erfolg führt. Ende gut, alles gut: Neil Amstrong und Co. können am Ende problemlos den Mond betreten.
2) Der Kleisterpeter und eine von ihm im Baxter Building eingeschmuggelte Bombe hält den Dämon in dieser Ausgabe in Atem.

Bemerkungen:
Ende gut, alles gut! Neil Amstrong und Co. können gefahrlos den Mond betreten:



Die Story aus dem Jahr 1969 greift damit eines der ganz großen Ereignisse des auslaufenden Jahrzehnts auf. Stan Lee bettet es optimal in das Superheldengeschäft des Marveluniversums ein und lässt so eine gute und spannende Story mit realem Bezug entstehen.
Kirby zeigt sich weiterhin in guter Form. Aber ob die vage Ähnlichkeit der Motive mit denen des Tim und Struppi - Covers wohl einen Grund hat?



Auch erschienen in:
1) Erstveröffentlichung (?)
2) Hit Comics #67
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Alt 21.01.2018, 12:09   #3928  
jakubkurtzberg
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Zitat:
Zitat von michidiers Beitrag anzeigen
Aber ob die vage Ähnlichkeit der Motive mit denen des Tim und Struppi - Covers wohl einen Grund hat?
Der Mond ist klein und hat nur wenige Hügel. Es könnte derselbe sein, nur von der anderen Seite her gesehen.
jakubkurtzberg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2018, 13:45   #3929  
Peter L. Opmann
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Diese Ausgabe hat mich einst, 1977, schwer beeindruckt! Mein Heft ist so zerlesen, daß ich mir überlege, es mir in besserem Zustand noch einmal anzuschaffen, auch wenn ich sonst auf Mint-Zustand keinen größeren Wert lege. Was mich fasziniert hat, ist hauptsächlich der erzählerische Kniff, eine Vorgeschichte zu einem sehr bekannten geschichtlichen Ereignis zu konstruieren, die dieses Ereignis in einem völlig (oder zumindest etwas) anderen Licht erscheinen läßt. Heute nennt man das mitunter auch "Verschwörungstheorie". Den Kniff hat Stan Lee nicht erfunden, vielleicht sogar wie in der vorherigen Ausgabe irgendwo geklaut. Aber für mich war das damals etwas ganz Neues.

Beeinflußt haben mich schon auch die großspurigen Sprüche, von denen sich hier wieder mal einer auf der Splashpage findet: „Beginn eines Abenteuers, das fast unglaublich ist!“ Wobei: Für Marvel-Verhältnisse ist das auffallendes Understatement. Reed Richards empfängt eine Botschaft aus dem All, die offenbar von den Kree stammt, aber er kann mit Hilfe des Computers nur ein Wort entschlüsseln: „Ruhe“. Das ergibt keinen Sinn. Ding liest derweil nebenan die Tageszeitung: „Apollo startet! Das Meer der Ruhe ist als Landeplatz vorgesehen“ (eine Schlagzeile, die mehr oder weniger authentisch sein könnte). Das bringt Reed auf die Spur: Die Kree wollen offenbar verhindern, daß Menschen auf dem Mond landen! (Und so ist es auch.)

Wir Leser werden sogleich in den Sabotageplan der Kree eingeweiht: Ein Wächter (erstmals aufgetaucht in FV # 60) aktiviert auf einer Insel eine Maschine, die wiederum einen Vernichtungsmechanismus auf dem Mond in Bewegung setzen soll. Ob die Apollo-11-Mission (es war nicht Apollo 1) gelingt, wird sich also – im Marvel-Universum – auf dieser Insel entscheiden. Schade, daß auf dem Cover der Eindruck erzeugt wird, die FV würden einen Gegner auf dem Mond bekämpfen. Obwohl sie schon auf dem Kree-Planeten und selbst im Microversum waren, sollen sie hier Aldrin, Collins und Armstrong nicht die Schau stehlen. Sie landen auf der Insel und suchen die feindliche Kraft, die gegen die Mondlandung arbeitet. Außerdem wird auf dem Cover suggeriert, sie würden auf dem Mond einem wohlbekannten Gegner gegenübertreten – vielleicht Dr. Doom. Auch das ist eine Irreführung. Der Wächter ist ihnen schon bekannt, aber nur ein seelenloser Roboter.

Auf etwa einer Seite fangen Lee und Kirby die Aufregung ein, die der Start von Apollo 11 damals auf der ganzen Welt – einschließlich der Sowjetunion – auslöste. Viele haben 1969 das Geschehen wohl noch am Radio verfolgt; Kirby zeigt auch ein von Schaulustigen umlagertes Schaufenster eines Elektronikladens. Jetzt folgen ein paar Seiten Klischeehandlung: Die FV kämpfen gegen den Wächter. Ding schaltet den Roboter mit einem trockenen Schwinger aus. Nun müssen die FV noch herausfinden, wie er die Mondlandung verhindern wollte. Sie stoßen auf eine Maschine, der sie sich aus irgendeinem Grund nicht nähern können (Selbstschutzmechanismus!). Auf der nächsten Seite erleben wir mit, wie die Landefähre Eagle mit Neil Armstrong an Bord ausgesetzt wird, während am ausgewählten Landeplatz auf dem Mond die unheilvolle „unbekannte Masse“ wabert.

In letzter Sekunde gelingt es Ding, die Maschine zu zerstören. Darauf fliegt die ganze Insel in die Luft – die FV können sich eben noch in Sicherheit bringen. Auch der Wächter macht sich aus dem Staub – sein Auftrag ist angeblich erfüllt. Und ein letztes Mal wird zur echten Mondlandung überblendet, und Armstrong spricht seinen berühmten Satz: „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!“ Ohne den Einsatz der FV, so erkennen wir, hätte es sie nie gegeben, und zumindest der Eagle wäre beim Aufsetzen auf dem Mond vernichtet worden.

Einmal mehr hält sich Lee mit den logischen Details seiner Geschichte nicht lange auf. Vor allem: Wozu überhaupt die Mondlandung, wenn Superhelden wie die FV schon seit langem den Weltraum bereisen, als würden sie zum Zigarettenautomaten an der Ecke gehen? Ein Raumflug war, wir erinnern uns, ja einer der Auslöser für die Entstehung dieses Teams. Warum setzen die Kree mit ihrem Anschlag ausgerechnet unmittelbar bei der Mondlandung an? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, den Flug von Apollo zu unterbinden? Wobei klar ist: Dramaturgisch ist es schon eindeutig wirkungsvoller, die Gefahr beim Aufsetzen des Eagle auftauchen zu lassen. Welcher Art diese Gefahr ist, wird sehr im Ungefähren gelassen. Aktivierungsmechanismus auf der abgelegenen Insel – unbekannte Masse unter der Mondoberfläche, genau an dem Punkt, wo der Eagle landet (wie konnten das die Kree vorher wissen?).

Vom Unterhaltungswert her finde ich die Ausgabe immer noch ganz nett. Es gibt ein bißchen Familienleben bei den FV, die geheimnisvolle Kree-Botschaft, von der nur ein einziges Wort zu entschlüsseln ist, die Szenen rund um die Mondlandung, die ziemlich authentisch wirken (obwohl ich das 1969 noch nicht am Fernseher verfolgt habe). Der Kampf gegen den Wächter nimmt erfreulicherweise nicht zu viel Platz weg. Den Kniff, daß die Mondlandung vorgeblich nur dank des vorherigen Einsatzes der FV möglich war, finde ich heute nicht mehr ganz so aufregend, aber ich erkenne an, daß hier wieder mal eine recht geschickt konstruierte Story auf 20 Seiten untergebracht wurde. Heute glauben die Leute ja lieber, daß die Mondlandung gar nicht stattgefunden hat – das sagt wohl einiges über den Zeitgeist 1969 im Vergleich zu 2018 aus. Kirby zeichnet hier sehr sorgfältig – er hat sich wohl einiger Pressefotos als Vorlagen bedient. Seine alte Methode, Panels mit Fotomaterial zu collagieren, wendet er allerdings ausgerechnet bei dieser Story nicht mehr an. Und Joe Sinnott ist wieder als Inker an Bord.
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Alt 23.01.2018, 20:28   #3930  
michidiers
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AUSGABE 26: Doctor Strange

DR. STRANGE, MEISTER DER MAGIE!, DIE DUNKLE DIMENSION



Inhalt: STRANGE TALES (VOL. 1) 110 UND DOCTOR STRANGE (VOL. 2) 68-74

Zitat:
Reisen Sie mit dem Meister der Magie, Dr. Stephen Strange, ins Unbekannte! Marvels Meister des Mystischen, der über unfassbar mächtige Zauber verfügt, ist ein Held wie kein anderer. Erleben Sie die klassische Entstehungsgeschichte von Dr. Strange, geschaffen von den Comic-Legenden Stan Lee und Steve Ditko, und tauchen Sie danach in eines seiner großartigsten Abenteuer ein. Roger Sterns wegweisendes Werk Die dunkle Dimension ist ein klassisches Beispiel melodramatischer Marvel-Magie. Strange entfesselt einen Aufstand gegen den gnadenlosen Umar – was folgt, ist meisterhafte Mystik von Marvel.
Für Superheldencomics der 80er Jahre gilt bei mir: Wo Roger Stern draufsteht, ist Roger Stern drin - Sprich: Es ist beste Qualität zu erwarten! Mein Lieblingsautor geizt auch in dieser großartig bebilderten – die Zeichnungen fahren ganz im Fahrwasser von Meister Ditko - Hauptstory wieder einmal nicht mit Dramatik, Gefühlen und einem spannenden Plot.

und

AUSGABE 27: Scarlet Witch

Die Bruderschaft der bösen Mutanten!, Spuren der Vergangenheit



Inhalt: X–Men 4 und Avengers West Coast 47-52

Zitat:
Ihre Gabe, die Realität durch Chaosenergie zu verändern, macht Wanda Maximoff zum unglaublich mächtigen Avengar namens Scarlet Witch. Entdecken Sie hier die verschlungene Geschichte der mächtigsten Magierin des Marvel-Universums. Erleben Sie Wandas ersten Auftritt als Mitglied von Magnetos verruchter Bruderschaft der bösen Mutanten. Danach folgt „Spuren der Vergangenheit“, eines der allerwichtigsten Abenteuer der Scarlet Witch, in dem der berühmte Autor und Zeichner John Bryne das Leben der Hedlin auseinandernimmt.
Ich muss gestehen, dass die in Band 27 enthaltene Story Avengers West Coast 47-52 mein erster echter Kontakt mit den Westküstenrächern war, und ich denke, dass dieser Auftakt durchaus als gelungen bezeichnet werden kann. Gut durchdacht und geschrieben ist diese Geschichte, in der die Scarlet Witch die tragische Hauptrolle spielt und die einige aufschlussreiche Erklärungen zu ihrem Verhalten bei „Avengers: Disassembled“ liefert. Interessant ist auch der Sachartikel am Ende des Buches, der die verworrene Lebensgeschichte der Hexe zum Inhalt hat.
Fazit dieser Januarlieferung: Lesenswert!
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Alt 25.01.2018, 18:22   #3931  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 95



Erscheinungstermin: 1977/10

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #99
2) Daredevil (I) #36

Story-Titel:
1) Die Fackel dreht durch!
2) Tod lauert zweimal 2/2

Original-Storytitel:
1) The Torch goes wild!
2) The name of the game is mayhem!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Die jugendliche Gedankenlosigkeit der Fackel führt zu einem unfreiwilligen „Ausflug“ der FV zu dem neuen Refugium der Nichtmenschen im Himalaja. Dabei hatte Jonny eigentlich nur vorgehabt, seine Geliebte Crystal von dort wieder zu sich nach New York zu holen. Die Superheldenmechanismen funktionierten hier aber wieder einmal wie üblich: dem Missverständnis zwischen Jonny und den Nichtmenschen folgt die unvermeidliche Kampf. Erst das Eingreifen Reeds mit einer seiner technischen Spielereien bringt die Kampfhähne zur Ruhe, so dass erst den Worten, dann den Gefühlen Platz eingeräumt werden kann.
2) Kaum hat der Dämon dem „Kleisterpeter“ ein paar "geklebt" und ihn der Polizei übergeben, steht der nächste Kontrahent auf der Matte: Dr. Doom gibt sich die Ehre!

Bemerkungen:
Naja, da habe ich schon bessere Storys gelesen, als dieses Intermezzo der FV bei den Inhumans, wo es im Grunde nur wieder einmal an der Verständigung fehlte, um einen Kampf zu vermeiden. Die Zeichnungen sind aber wieder einmal sehenswert.

Bens Selbsteinschätzung hinsichtlich seines Talents als Skifahrer („Boomshusher“) in seiner dritten Sprechblase ist offenbar recht frei übersetzt worden in: „Und ich habe ihr gesagt, ich sei ein zweiter Franz Klammer!“



Kann mir mal jetzt einer sagen, was zum Geier ein „Boomshusher“ ist?

Auch erschienen in:
1) Hit Die Fantastischen Vier #203, Hit Die Fantastischen Vier #227
2) Hit Comics #67
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Alt 25.01.2018, 18:57   #3932  
Peter L. Opmann
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Die vorige Ausgabe hatte einen aktuellen Anlaß (erste Mondlandung), die folgende wird die US-Nummer 100 sein. Also bleibt nichts anderes übrig, als wieder auf 20 Seiten eine komplette Story unterzubringen. Die Begegnung der FV mit den Nichtmenschen erscheint da etwas ungeschickt – da wäre wohl eigentlich wieder ein Mehrteiler fällig gewesen. Aber es ging nicht. Ich weiß nicht, ob man in dieser Zeit vielleicht auch deshalb von Mehrteilern absah, weil Jack Kirbys Weggang von Marvel schon im Raum stand und man nicht eine von ihm angefangene Geschichte von anderen Leuten fertigzeichnen lassen wollen. Möglich wär’s.

Mißverständnisse bei der Begegnung von Superhelden sind ein beliebtes Grundthema – jedenfalls bei Marvel. Man hat ein einfaches Motiv, warum sie aufeinander losgehen; einige Seiten lang kann munter geprügelt werden; dann wird das Mißverständnis aufgeklärt; die Helden zucken die Schultern und gehen wieder ihrer Wege. So ist das hier auch. In FV # 91 hatte Crystal Johnny verlassen und war zu den Nichtmenschen zurückgekehrt – ohne Angabe von Gründen. Vier Ausgaben später hat Johnny, die Fackel, die Nase voll und beschließt, sie wieder zu sich zu holen. Wie schon ein paarmal gesehen, lassen Lee und Kirby diese Einleitung weg, um schwungvoller in die Story starten zu können. Ding will mit seiner Freundin Alicia skifahren gehen, aber Reed und Sue halten ihn davon ab, denn Johnny ist verschwunden und braucht Hilfe gegen die Nichtmenschen.

Die Fackel spielt auf dem Flug in den Himalaya, wo die Große Zuflucht liegt, Katz‘ und Maus mit Jets und Raketen aus USA und der UdSSR; die übrigen drei geraten auf ihrer Route durch den erdnahen Weltraum in einen Meteoritenschwarm, der ihr Raumschiff beschädigt. Die Fackel dringt bei den Nichtmenschen ein (nach einer Begegnung mit dem Yeti, der offenbar auch zu den Nichtmenschen gehört) und wird als Feind behandelt. Wir hören lediglich, daß jedermann eine Audienz bei Black Bolt gewährt werden muß (seltsame Bestimmung), so daß sich die Fackel dann bald mit der Kerntruppe – Black Bolt, Triton, Karnak, Medusa und Crystal – beschäftigen kann. Erst als Reed, Sue und Ding eingreifen, läßt Johnny vom Kampf ab. Unzählige Male ist schon gesagt worden, daß ein großes Mißverständnis vorliegt. Jetzt kommt die Lösung: Gorgon taucht auf und bringt Black Bolt ein lebenswichtiges Medikament. Nach einem Herzkasper mußte Crystal sein Leben mit einer „Mikro-Schockwellen-Übertragung“ erhalten. Und sie kann offenbar auch jetzt noch nicht wieder gehen – vielleicht möchte man FV und Nichtmenschen ja noch einmal aufeinanderhetzen.

Wie die ganze Story wirkt auch der Schluß etwas gezwungen. Die Fackel muß von allen Seiten eine Moralpredigt über sich ergehen lassen; Crystal fordert „Mitleid und Verständnis“ (mit anderen Worten: Vertrauen) für sich ein. Doch was hinderte sie, ihm zu sagen, warum sie gegangen ist? Ding will die beiden wieder versöhnen und bemerkt, seinen Skiurlaub werde es jetzt doch noch machen. Man kann es auch freundlich ausdrücken: Lee und Kirby haben aus ihren 20 Seiten das Beste gemacht. Die Zeichnungen wirken in diesem Heft sehr sorgfältig. Joe Sinnott inkt teilweise mit ausgesprochen feinem Strich. Kirby dreht seine große Vereinfachung offenbar nochmal um ein paar Grad zurück. Das Cover entspricht jedoch, wie in FV # 94, nicht ganz der Story: Sowohl Black Bolt als auch Gorgon mischen hier im Kampf gegen die Fackel mit (was sie in der Story nicht tun).
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Alt 30.01.2018, 11:10   #3933  
michidiers
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US Avengers #274

Divided … we fall!



Stern/Buscema/Palmer

Noch immer hält Zemo mit seinen Gefolgsleuten das Rächer-Hauptquartier besetzt. Er schafft es sogar, nun auch neben den beiden bereits gefangen gehaltenen Javis und Black Knight (#273) Captain Marvel, Hercules und Captain America zu unterwerfen. Da die West Coast Avengers und die FV auf falsche Fährten gelockt worden und nicht verfügbar sind, steht Wasp alleine vor einer kaum lösbaren Aufgabe.

Die Spannung um die Besetzung des Rächer HQ steigt mit jeder Seite. Zum Abschluss seines langen Runs bei den Avengers geht Autor Roger Stern noch einmal in die Vollen.
Cap wurde von der Wrecking Crew zwar ordentlich durch die Mangel gedreht, gibt sich aber weiterhin kampfesmutig:



und

BESTE BILDER: Die Cartoons des Jahres 7

Lappan Verlag



Gekauft in einem Anfall von Lokalpatriotismus erwies sich diese vom Lappan Verlag Oldenburg herausgegebene Sammlung von Cartoons diverser Künstler als eine ziemliche Einbahnstraße: Gebetsmühlenartig drehten sich nahezu alle Beiträge um Donald Trump, Flüchtlinge und Rechte. Ein etwas breiteres Spektrum bei der Auswahl der Beiträge hätte dem Buch sicher gut getan. Es gibt auch Humor, der nicht politisch ist.

Fazit: der witzigste Cartoon findet sich auf dem Cover …
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Alt 04.02.2018, 13:04   #3934  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 96



Erscheinungstermin: 1977/10

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #100
2) Daredevil (I) #37

Story-Titel:
1) Heimreise mit Hindernissen !
2) teuflische Rache des Dr. Doom ! ½

Original-Storytitel:
1) The long journey home!
2) Don't look now, but it's-- Dr. Doom!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Als das Fluggerät der auf dem Rückweg aus dem Himalaya befindlichen FV abgeschossen wird, müssen diese in der arabischen Wüste notlanden. Kaum auf dem Boden, haben sie sich nach und nach einer Reihe von Androiden zu stellen, die in Gestalt ihrer Erzfeinde vom Puppenspieler auf sie angesetzt werden. Aber welche Chance haben schnöde Plagiate des Puppet Masters, wo schon die Originale scheitern? Per Militärflugzeug einer nahegelegenen Nato-Flugbasis geht es nach dem kurzen Zwischenfall ab nach Hause!
2) Der Dämon wird von Dr. Doom überwältigt und in der Botschaft von Latveria festgesetzt. Welches Unheil hat Dr. Unheil (Achtung: geniales Wortspiel!) mit unserem Helden im speziellen und der Bevölkerung von NY im Allgemeinen vor?

Bemerkungen:
1) Dies war eine dieser typischen Jubiläumsausgaben (US #100), in der diverse Schurken ihren Kurzauftritt bekommen. Abgedroschen und wenig spannend, alles anderes als würdig, die Nummer #100 auf dem Cover zu tragen.
2) Eine negative Zäsur birgt die Ausgabe auch in technisch-künstlerischer Hinsicht. Die vorher überwiegend praktizierte Comicseite mit 4 Bildern weicht zugunsten einer Seitenaufteilung von 6 Einzelbildern, die wegen ihrer kleinen Ausmaße kaum mehr die Zeichenkunst Kirbys zu übertragen vermögen. Ebenso sind die schwarzen Rasterpunkte auf den Farbflächen weitaus ausgeprägter als zuvor.



Padauz! Die technisch, zeichnerisch und erzählerisch größte Bruchlandung seit gefühlt 30 Ausgaben.

Auch erschienen in:
1) Hit Die Fantastischen Vier #228
2) Hit Comics #82
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Alt 04.02.2018, 17:20   #3935  
Peter L. Opmann
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Gut gemeint, aber schlecht gemacht. So lautet mein Urteil über diese Jubiläumsausgabe (FF # 100). Für solche Nummern werden ja gern entweder große Familienereignisse (Hochzeit, Geburt oder ähnliches) oder ein besonders spektakulärer Gegner bemüht oder eben, wie hier, eine Gaststar-Parade. Die Fantastischen Vier bekommen es in diesem „Heimreise mit Hindernissen“ betitelten Heft mit nicht weniger als 18 Super-Gegnern zu tun (einschließlich dem verrückten Denker und dem Puppenspieler, die das Ganze steuern, aber zuzüglich der Unterwasserarmee von Aquarius, die nicht gezählt werden kann). Jack Kirby gibt sich alle Mühe, das alles auf 20 Seiten unterzubringen; er zeichnet im Schnitt durchschnittlich fast sieben Panels pro Seite. Aber das ist dennoch nicht anders zu schaffen, als daß man den Gegner auftauchen und mit einem kurzen Gegenschlag untergehen läßt.

Das erzeugt insgesamt das Gegenteil des Effekts, den Stan Lee möglicherweise beabsichtigt hatte: Die Super-Bösewichte können gar nicht zur Entfaltung kommen; ihre Angriffe verpuffen nicht nur strategisch, sondern auch dramaturgisch. Spannung und Lesefreude halten sich bei diesem Werk doch sehr in Grenzen, auch wenn sich Lee und Kirby redlich Mühe geben, die Revue bestmöglich zu inszenieren. Vielleicht wäre die Ausgabe besser geworden, wenn sie 40 Seiten Platz gehabt hätten, aber ich fürchte, auch dann hätte die alte Regel gegolten: Weniger ist mehr. Aber man muß bedenken: Es war die erste Marvel-Superheldenserie, die Ausgabe 100 erreichte. Und wenn der Seitenumfang größer gewesen wäre, dann hätte Williams die Ausgabe womöglich ausgelassen.

Die FV werden auf der Rückreise von der Großen Zuflucht angegriffen. Ihr UFO-artiges Fluggerät stürzt irgendwo im Orient ab und ist nicht mehr brauchbar. Während das Quintett (einschließlich Sue und Crystal – nebenbei: Hieß es nicht, sie müsse weiter bei Black Bolt bleiben?) noch rätselt, was passiert ist, beginnt der Angriffsreigen. Die ersten beiden Gegner, Kang und Doktor Doom, werden einfach dadurch besiegt, daß Crystal einen Baum auf sie stürzen läßt. (Nebenbei: Kang ist ein alter Feind der Rächer; mit den FV hatte er bisher noch gar keinen Kontakt.) Dabei merken sie, daß sie es nicht mit den echten Schurken, sondern mit nachgebildeten Androiden des Denkers zu tun haben. Der Puppenspieler arbeitet indes noch an seinem FV-Gegner; wir Leser bekommen ihn vorerst nur schattenhaft zu sehen.

Die Angriffe namhafter Super-Feinde gehen inzwischen weiter. Wie gehabt, gehen alle Androiden nach ein paar Panels zu Bruch. Nur mal eben aufzählen, wer da alles auftaucht: ein Kree-Wächter, Drachenmann, Prinz Namor, der Hasser (das ist der Hate Monger, dem Williams-Leser hier zum ersten Mal begegnen), der Super-Skrull, der Geist und seine Super-Affen und die Furchtbaren Vier (diesmal allerdings zu dritt, ohne Medusa). Immerhin kann Ding zwischendurch immer mal ein paar lockere Sprüche klopfen. Da keiner der Angreifer die FV besiegen kann, aktiviert der Puppenspieler schließlich seine radioaktive Schöpfung – es ist eine Hulk-Puppe. Allerdings geht diese Aktion schon im Ansatz in die Hose, denn der Hulk läßt sich nicht instrumentalisieren und wendet sich gegen seinen Herren und den verrückten Denker. Er demoliert ihr Hauptquartier, das kurz darauf in die Luft fliegt.

Mit Mühe bekommen Lee und Kirby ein halbwegs witziges Ende hin. Die FV werden nach bestandener Schlacht von einem NATO-Flugzeug aufgelesen. Lee legt Reed Richards eine vollmundige Eigenwerbung der Sorte in den Mund, die man ihm nicht übelnehmen kann: „Wir sind immer noch das größte Team aller Zeiten!“ Wahrlich der passende Spruch zum Jubiläum, und höchstens ein bißchen übertrieben. Johnny sekundiert: „Sag‘ das ruhig nochmal.“ Und Ding unterläuft das Ganze mit der Bemerkung: „Wetten, daß er’s tut?“ Schön, nun sind die Fans mit der Ausgabe wieder ein wenig versöhnt.
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Alt 06.02.2018, 11:08   #3936  
thetifcat
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Erinnert an die aktuelle Storyline bei Batman. Wo Bane sich gegen alle möglichen (Sogar aus den 40er) Batman-Gegner durchprügeln muss, um dann final von einen schwerverletzten Batman besiegt zu werden. Da haben sogar ähnlich geartete Videospiele mehr Story.
Allerdings waren das wenigstens nur 2 Hefte und obiges FV nur eins. DC hat das mal 2 Monate, 1992, durch alle Serien gebracht bis der Pfadfinder dann endlich Mus war (Superman vs. Doomsday).
Tatsächlich hatten und haben solche „Storylines“ immer noch genug Leser.
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Alt 06.02.2018, 23:49   #3937  
michidiers
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Zack Magazin #224



Mit den Fortsetzungscomics:
Michel Vaillant - Rebellion - 1. Teil
Der hohe Norden - Der Falschspieler - 2. Teil
Klinge und Kreuz - Das blutige Kreuz - 5. Teil
Jack Cool - Jesus-Grau - 3. Teil
Die Flügel des Herrn Plomb - Neu-Neu - 4. und letzter Teil

Neu dabei ist Teil 1 des fünften Abenteuers (neue Serie) des Rennfahrers Michel Vaillant. Es ist schon erstaunlich, wie hoch der Ausstoß neuer Geschichten dieser in künstlerischer Arbeitsteilung gezeichneter Serie derzeit ist. Der Dramatik und Spannung schadet es jedenfalls nicht.

und

US – Avengers #275

„Even a God can die! “



Stern/Buscema/Palmer

Noch immer halten Helmut Zemo und die Masters of Evil das Rächer HQ besetzt. Da die nahezu komplette Riege der Rächer ausgeschaltet, verletzt oder gefangen ist, liegt nun alle Verantwortung bei der verzweifelten Wasp. Unerwartete Hilfe erhält sie von dem neuen Ant Man Scott Lang, mit dem sie zumindest einen tödlichen Angriff von Titania und Aborbing Man auf den im Koma im Hospital liegenden Hercules abwehren kann.



Dramatisch, tragisch und spannend, anders kann man diesen letzten Mehrteiler von Autor Roger Stern und seinem Künstlerteam nicht bezeichnen. Vom tollen Cover bis hin zum spannenden Cliffhanger am Ende ein echtes Leseerlebnis.
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Alt 11.02.2018, 17:06   #3938  
michidiers
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Hachettes Zeit für Superhelden Februar 2018

Ausgabe 84 - Captain America: Verschollen in Dimension Z



Inhalt: Captain America (Vol. 7) 1-10

Autor & Zeichner: Rick Remender, John Romita Jr

Zitat:
Als er in der bizarren Dimension Z gefangen ist, nimmt sich Captain America eines Jungen an, der zufällig der Sohn des bösen Wissenschaftlers Arnim Zola ist. Zu zweit reisen sie durch die gefährliche Einöde, während Cap versucht, seinen jungen Begleiter zu beschützen. Da ihn außerdem Zolas Agenten verfolgen und grausame Barbaren ihr Unwesen treiben, wird dies zu einer der größten Herausforderungen seines Lebens.
Inhaltlich ist diese ungewöhnliche Superheldengeschichte irgendwo zwischen Filmen wie The Road, Star Wars oder Chihiros Reise ins Zauberland angesiedelt. Über weite Strecken sehr menschlich und hochdramatisch und mit vielen Schockmomenten unterlegt, lässt sich dieser -10- US-Ausgaben umfassende Pageturner fast in einem Zug durchlesen.

und

Ausgabe 93 - Infinity: Teil Zwei



Inhalt: Enthält Infinity 4-6, New Avengers 11-12 und Avengers 21-23

Autor & Zeichner: u.a. Jonathan Hickman, Jim Cheung, Jerome Opeña

Zitat:
Überall in der Galaxie haben die mächtigen Builder Tausende Welten zerstört. Sogar ein galaktisches Bündnis aus Kree, Skrulls, den Avengers und anderen konnte sie nicht aufhalten. Und nun scheint es, dass der Allianz keine andere Wahl bleibt, als zu kapitulieren. Indessen hat Thanos die Erde erreicht, wo seine Truppen nach seinem letzten verbliebenen Sohn suchen. Alles ist verloren ... und es hat den Anschein, dass weder die Avengers noch die Erde selbst überleben werden.
Da ich diese Storyline erst kürzlich gelesen habe, verkniff ich mir die erneute Lektüre und poste einmal meine Meinung zu der Veröffentlichung von Panini:

Immer mehr, immer größer, immer gewaltiger und vor allem 'immer komplizierter' ist die Devise, unter der die Rächer des Autoren Jonathan Hickmann seit 'Marvel Now' für das Wohlergehen der Erde sorgen. Mittlerweile tummelt sich eine kaum mehr überschaubare Schar von Mitgliedern in mehreren parallel verlaufenden Avengers-Serien, die überdrein auch noch alle irgendwie miteinander verwoben sind. Wenn dann noch ein Megaevent ansteht, ist die Verwirrung komplett. Daher war es sicher nicht die schlechteste Idee, 'Infinitiy' auf zwei über -270- Seiten starke Paperbacks zu verteilen, wobei nun der zweite Teil mit Infinity #4 - #6, Avengers #21 - #23, New Avengers #11 - #12, sowie mit dem Epilog 'Silver Surfer: Gegen den Strom!' vorliegt.
Und ich muss gestehen: nur mit viel Aufmerksamkeit und Interpretationsvermögen lässt sich aus diesem Konglomerat aus Serien, Helden, Handlungsfäden und Zeitebenen eine passable Handlung herauslesen. Erschwerend kommt hinzu, dass Hickman ein von TV-Serien wie Breaking Bad abgeschautes, modernes serielles Erzählen praktiziert: das Ungesagte oder das Ungeschriebene ' in diesem Fall: das Ungezeichnete ' ist Teil der Handlung, welchen man sich als Leser im Kopf weitererzählen muss. Hinzu kommt, dass die vielen am Werk beteiligten Zeichner (insgesamt 18!) diese Art der Erzählung nicht immer so umzusetzen verstehen, dass es für den Leser verständlich wird. Man muss vor allem zum Ende hin höllisch aufpassen, um nicht den Faden zu verlieren. Ob ich wirklich alles so kapiert habe, wie Hickman es sich gedacht hat, wage ich zu bezweifeln. So blieben mir, wie ich meine, einige Pointen und Auflösungen verborgen ' oder etwa doch nicht?
Für sich alleine stehend, ist bezüglich des Artworks hingegen ein großer Wurf gelungen. Die Story hat in visueller Hinsicht alles, was eine echte, große Weltraumoper in Comicform braucht: skurrile Alien, fantastische Welten, gewaltige Raumkreuzer und Raumschlachten. Es macht wirklich Spaß, diese Bilder auf sich wirken zu lassen.
Am Ende gibt es noch eine zwölfseitige Covergalerie mit großartigen Bildern. Ein fettes Lob bekommt Panini übrigens auch wegen der Preisgestaltung: nur schlappe 20 Euro haben mir diese -270- Seiten gekostet (zum Vergleich: bei Fables #25 schlagen nur -160- Seiten mit demselben Preis zu Buche).
Fazit: Hickmans Eigenart des Schreibens mit dem langen Spannungsaufbau, der vielen Handlungs- und Erzählebenen birgt seine Macken und könnte auf Verständnisprobleme beim Leser stoßen. Wer sich nicht daran stört, vielleicht nicht alles kapiert zu haben, wird zumindest mit einem atemberaubenden Artwort belohnt.
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Alt 14.02.2018, 19:56   #3939  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 97



Erscheinungstermin: 1977/11

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #101
2) Daredevil (I) #37

Story-Titel:
1) Chaos im Baxter Bulding!
2) teuflische Rache des Dr. Doom! 2/2

Original-Storytitel:
1) Bedlam in the Baxter Building!
2) Don't look now, but it's-- Dr. Doom!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Die Maggia ist der heutige Gegenspieler der FV. Statt wie gewohnt mit Bleikugeln kämpft sie diesmal jedoch mit Dollarscheinen, in dem sie dem bisherigen Eigentümer das Baxter Building abkauft und die als Mieter darin wohnenden FV kurzfristig vor die Tür setzt. Doch kommt es wieder einmal anders als geplant: Der Mafiosi Gimlet wendet bei der „Zwangsräumung“ Gewalt an, die zum Zerwürfnis unter den Gangstern führt und den perfiden Plan zum Scheitern bringt.
2) Dr. Doom transformiert sein Bewusstsein in den Körper des Dämons. Zwar ist der Grund dieses Handelns noch unklar, aber der geübte Leser ahnt schon, auf wen er damit abzielt: Die Fantastischen Vier!

Bemerkungen:
Eine ungewöhnliche Geschichte über die FV, der Maggia und das Baxter Building hat Stan Lee sich diesmal ausgedacht, die allerdings an einigen Stellen etwas holperig erzählt wurde und somit nicht wirklich „rund“ rüberkommt. Ganz offenbar war die Redaktion des Condor Verlags ganz anderer Meinung und hat sie Jahre später zu einer Zweitgeschichte im Spinne Magazin #94 gemacht.
Schade, dass man bei Marvel zu einer Seitenaufteilung mit sechs Panels übergegangen ist. So lässt sich das Werk Kirbys nur noch im Eröffnungspanel in voller Pracht bewundern.



Auch erschienen in:
1) Condor Verlag: Die Spinne Magazin #94, BSV Verlag: Die Fantastischen Vier #231
2) Hit Comics #82
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Alt 14.02.2018, 20:17   #3940  
jakubkurtzberg
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Die Condor-Version sah zwar optisch gut aus (weil s/w), erschien allerdings um 4 Seiten gekürzt als verkleinertes, herausnehmbares Beilagenheft zum Selberbasteln. Ob das "runder" war, darf bezweifelt werden.
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Alt 14.02.2018, 20:22   #3941  
Peter L. Opmann
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Dieser Condor-Nachdruck von "Chaos im Baxter Building" war ein Beihefter im Kleinformat, bei dem es wieder mal die einmaligen verknappten Dialoge gab (wie in den Taschenbüchern): "He! Das ist..." - "...lustig!" (Finde ich übrigens nicht.)

Zurück zur Williams-Ausgabe:

Hier versuchen Lee und Kirby mal wieder etwas Neues, eine Story ohne Superschurken. Die FV sollen aus ihrem Hauptquartier, dem Baxter Building, vertrieben werden. Der Grund dafür ist simpel und wirklichkeitsnah: Es gibt einen neuen Vermieter (nämlich eine Mafiaorganisation), der ihnen einfach kündigt, ganz legal. Ganz neu ist diese Idee allerdings nicht. Bereits in FV # 9 waren die FV pleite und damit sehr angreifbar; allerdings wurde das damals nicht heftfüllend auserzählt. Dann gab es noch FV # 31, wo die Helden gegen den Finanzmogul Gregorius Gideon antreten mußten.

Doch das ist eine riskante Sache: Wo kommt die Action her, wenn sich die FV nur gegen ihre Entmietung wehren müssen? Die Macher haben sich dazu folgendes ausgedacht: Ein Mafiaboß verfolgt die Strategie, sich streng an Recht und Gesetz zu halten, um den FV ihren Stützpunkt und ihre gesamte technische Ausrüstung wegzunehmen. Ein anderer will dagegen ihre Misere ausnutzen, um sie auszulöschen (daher auch der Teaser auf dem Cover: „Der Tod schlägt zu!“). Dagegen wehrt sich das Quartett und kann so auch gegen die Mafiagangster kämpfen. Die setzen einmal mehr Betäubungsgas ein, denn Abknallen (ungeachtet der Frage: Kann man die FV so einfach erschießen?) wäre mit dem Comics Code – und natürlich auch mit der Weiterführung der Serie – unvereinbar gewesen.

Aber was zeigt das Cover? Da werden offenbar Ding, Crystal und Johnny eingesargt. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Ausgaben wird hier nicht etwas dargestellt, was in der Story gar nicht vorkommt. Allerdings erfährt man dann beim Lesen, daß es sich nur um Behälter handelt, in denen die bewußtlosen FV (auch Reed) im Meer versenkt werden. Von den oft bemühten Betonblocks an den Beinen ist hier nichts zu sehen. Jedenfalls: Wenn man nur das Cover betrachtet, muß man wohl zu dem Schluß kommen, daß sie tot sind. Gut möglich, daß sich Lee und Kirby zuerst dieses Cover ausgedacht und sich dann überlegt haben, welche Story zu diesem Motiv passen würde.

Wir steigen mit einer kleinen Party in das Heft ein. Blickfang ist das Ding, das ganz locker zu Gitarrenklängen von Johnny tanzt, und zwar im feinen Anzug. Seine Tanzpartnerin dürfte seine Freundin Alicia sein, was aber nicht ganz klar ist. Der Pförtner des Baxter Building (der ein wenig an Briefträger Willy Lumpkin aus FV # 10 erinnert) platzt herein und bringt den Kündigungsbrief der Mafia. Ding und Johnny sind empört; Reed mahnt, Ruhe zu bewahren, und will Anwälte einschalten. Nun werden wir Zeuge eines Mafia-Treffens, das mich ein wenig an die Inszenierung in Coppolas „Der Pate“ erinnert (der jedoch erst etwa zwei Jahre später ins Kino kam). Die FV gehen in den Central Park und grübeln, wie sie aus dieser Sache herauskommen. Da sehen sie, daß ein Hubschrauber auf dem Baxter Building landet. Mafia-Gangster, die übrigens mit ihren Uniformen und Gesichtsmasken ein bißchen an Superhelden erinnern, wollen sich die Einrichtung der FV gleich unter den Nagel reißen. Die Fackel versucht, das zu verhindern, wird aber abgeschossen und betäubt.

Reed, Ding und Crystal kehren ins Gebäude zurück und bemerken im Kontrollzentrum, daß das Haus voll von Mafialeuten ist. Kurz darauf sind auch sie betäubt und werden in die Kisten gelegt (siehe Cover). Während die im Meer versinken, gelingt es Crystal als erster, sich zu befreien. Alle drei können sich ans Ufer retten. Doch wo steckt Sue, die Unsichtbare? Sie ist unsichtbar noch im Baxter Building unterwegs. Aber die Mafiabande hat einen Detektor, der ihr die Anwesenheit von Sue verrät. Am Ende zwingt der Anführer sie, sichtbar zu werden, indem er ihr Baby bedroht. In diesem Moment tauchen aber die übrigen FV auf und überwältigen die Mafiosi. Nun kommt auch der Pförtner noch einmal herein und erschießt unvermittelt den Anführer. Reed ist schockiert, findet aber sofort die Erklärung: Hinter seiner Maske verbirgt sich der andere Mafiaboß, der streng legal gegen die FV vorgehen wollte und nun seinen Komplizen exekutiert hat. Das führt zu einer sehr moralischen Schlußszene: Reed verurteilt die Gangster, die doch niemals gegen das Recht ankommen können. Und er versichert Sue, er werde immer gegen das Verbrechen kämpfen, damit ihr Sohn nicht in Furcht aufwachsen muß. Sehr pathetisch.

Trotz mancher Mängel und Ungereimtheiten finde ich diese Episode recht gut. Wenn Lee und Kirby die Superheldenklischees vermeiden und ihre Helden in einem fast normalen Alltag zeigen, gibt es bei mir fast immer Extrapunkte. Logische Fehler und Kurzschlüsse fallen hier nicht so sehr ins Gewicht. Allerdings kommt der Humor diesmal zu kurz. Die Mafia war offenbar ein Thema, über das man lieber keine Witze machte. Da jeglicher Bombast fehlt (keine Welteroberung, keine fast allmächtigen Supergegner), verzichtet Kirby auf großformatige Panels. Trotzdem ist die Ausgabe souverän gezeichnet (Inker ist wiederum Joe Sinnott). Davon, daß er schon kurz vor seinem Abschied von Marvel stand, ist nichts zu sehen – abgesehen davon, daß von Fortsetzungsstorys weiterhin Abstand genommen wird.
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Alt Heute, 13:57   #3942  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 98



Erscheinungstermin: 1977/11

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #102
2) Daredevil (I) #38

Story-Titel:
1) Aquarius greift an !
2) Das lebende Gefängnis ! 1/2

Original-Storytitel:
1) The strength of the Sub-Mariner
2) The Living Prison!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Unsere Freunde haben sich heute einer zufälligen, aber dafür unheilvollen Allianz aus Magneto und Namor zu erwehren. Doch statt Fäuste sprechen zunächst einmal die Fernkampfwaffen: einem eigenmächtigen, magnetischen Angriff von Magneto auf das Labor von Reed Richards beantwortet das Ding mit der vorschnellen Aktivierung einer „Schallrakete“ auf Atlantis. Die kurze Lunte von Namor ist damit entzündet. Er lässt Mobilmachen bläst zur Invasion auf die Vereinigten Staaten.
2) Die Verwirrung für die Unterwelt und dem Leser ist komplett, als sich Matt Murdock im Körper von Dr. Doom wiederfindet und dieser sich plötzlich im Körper vom Dämon befindet. Ob die FV rechtzeitig alarmiert werden können?

Bemerkungen:
Ich habe den Eindruck, dass das Team Lee/Kirby den Gipfel ihrer Hochphase nunmehr überschritten hat. Seit der Nummer #90, die den stimmigen Abschluss von drei hochwertigen Mehrteilern (gegen Doom, gegen Maulwurf und gegen die Skrulls) bildet, kommt durchschnittliche Comickost in dieser Serie. Sogar Kirby baut langsam ab. Zu selten zeigt er das, was man von ihm gewohnt ist:



Auch erschienen in:
1) Erstveröffentlichung
2) Hit Comics #67
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Alt Heute, 14:07   #3943  
Peter L. Opmann
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Dies ist also die letzte reguläre Kirby-FV-Ausgabe. Es ist nach längerer Zeit wieder mal der Beginn eines Mehrteilers, was gegen meine Vermutung spricht, man habe so etwas wegen des drohenden Abgangs Jack Kirbys nicht mehr gemacht. Das Cover stammt allerdings von John Romita (signiert „J. R.“), der die Serie dann auch für einige Ausgaben übernahm. Dann gab es ja noch das legendäre Heft, das Kirby zeichnete und Stan Lee als zu langweilig ablehnte (im Übrigen ist das ein Hinweis darauf, wie weitgehend allein Kirby die Storys gestaltet hat und wie gering Lees Anteil daran war). Sollte es nach dieser Ausgabe entstanden sein, dann verstehe ich nicht, warum Kirby hier nicht mehr das Cover gestalten konnte. Die abgelehnte Story wäre jedenfalls der ideale Anlaß gewesen, bei Marvel die Brocken hinzuwerfen.

Ganz offensichtlich war Jack Kirby ein stilvoller Abschied nicht vergönnt. Diese „Aquarius greift an“ betitelte Ausgabe ist bestenfalls mittelmäßig. Die FV haben hier zwei namhafte Gegner: den Submariner und Magneto. Da Aquarius ein ambivalenter, also nicht negativer Charakter ist, ist es naheliegend, daß der Konflikt durch ein Mißverständnis entsteht, und zwar durch eines, das Magneto provoziert. Etwas unmotiviert liegt der böse Mutant besinnungslos auf einer Insel, wo er von Prinz Namor gefunden und kurzerhand nach Atlantis mitgenommen wird. Magneto schlägt Aquarius sofort ein Bündnis zur Welteroberung vor, aber der ist nicht interessiert. Also fädelt Magneto seinen eigenen Plan ein. Er greift die FV mit ferngesteuerten Magnetkräften an.

Reed braucht natürlich nicht lange, um herauszufinden, daß der Angriff von Atlantis ausging. Er macht selbst eine Rakete bereit, die als Warnung dienen soll. Ding zögert nicht lange, sie abzuschießen, und kommt Reed damit zuvor, der noch gewartet hätte. Die Rakete bringt halb Atlantis zum Einsturz. Magneto steckt selbstredend Aquarius, daß die FV Urheber dieses Angriffs waren. Daß er selbst sie zuvor attackiert hat, verschweigt er tunlichst. Aquarius ist weiter nicht bereit, sich mit Magneto zu verbünden, aber er setzt seine Truppen gegen New York in Bewegung. Alarm im Baxter Building – und nächste Ausgabe: „Krieg“.

Eigentlich eine müde Story – auch sie hätte Lee Anlaß geben können, sie abzulehnen. Aber dramatisch inszeniert ist die Sache schon. Kirby hatte stets ein Händchen für elitäre Alleinherrscher mit Hang zum Despotentum, auch für fiese Intrigen im Umfeld von Regenten und monströse Welteroberungsgelüste. Die FV werden wieder zu Anfang familiär rübergebracht. Ding leidet unter einer Grippe und muß eine bittere Medizin einnehmen. Kurz darauf legt er mit einem Nieser beinahe das Baxter Building in Schutt und Asche. Die Grundstruktur dieser Story ist allerdings sehr simpel, nicht sehr originell und im Grunde langweilig.

An der Grafik ist nur wenig auszusetzen. Kirby erlaubt sich hier lediglich wieder mal ein Ganzseitenpanel mit Namor auf dem Thron und Magneto als üblem Einflüsterer im Hintergrund. Das Bild ist eine Spur zu bombastisch, die Anatomie des Fischkopfs kümmert Kirby herzlich wenig, und dem Thronsaal mangelt es an Details. Romitas erstes Cover (offenbar geinkt von John Verpoorten) ist nicht schlecht und erinnert mit seinen ornamentalen Maschinen etwas an Kirby. Mich wundert nur, daß Magneto nicht zu sehen ist, obwohl er auf dem Cover angekündigt wird. Das Heft beinhaltet wegen nur noch 19 Seiten FV eine redaktionelle Seite, auf der Neuerscheinungen aus USA vorgestellt werden: „What if“, „Tarzan“, „John Carter, Warlord of Mars“ (also zweimal Edgar-Rice-Burroughs-Stoffe) sowie „Ms. Marvel“.
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