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Alt 18.07.2017, 14:53   #3751  
Peter L. Opmann
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Wie Ihr wißt, lese ich die Fantastischen Vier, parallel zu Michi Diers, Ausgabe für Ausgabe. Nicht nur einmal habe ich zu den vorausgegangenen Ausgaben schon festgestellt, daß Zeichner Jack Kirby und Inker Joe Sinnott in meinen Augen nahe am Höhepunkt ihres Schaffens sind. Bei dieser Ausgabe, die in USA das Erscheinungsdatum Februar 1968 trägt, habe ich wirklich den Eindruck, daß es soweit ist. Ich möchte nicht festlegen, welche Ausgabe nun der absolute Höhepunkt ist. Man kann sich vielleicht auch streiten, ob Kirby und Sinnott hier wirklich besser sind als Kirby und Ayers in einer frühen Ausgabe oder Kirby und Stone bei einer der 30er Nummern. Schließlich ist der Zeichenstil mittlerweile zwar immer monumentaler, actionbetonter und auch karikierender geworden, aber auch schematischer und damit ein bißchen langweiliger. Aber auf jeden Fall würde ich sagen: Das ist der Stil, der auch in den 80er und 90er Nummern zu sehen ist. Und so habe ich die Fantastischen Vier einst kennengelernt, weil ich ab dieser Phase das Magazin regelmäßig aktuell gelesen habe.

Kleine Panels gibt es nicht mehr. Zweimal arbeitet Kirby hier noch mit sechs Panels pro Seite, alle übrigen Seiten haben weniger. Das heißt, Kirby geht allmählich zu Hochformaten über; vier Panels in zwei Reihen sind nicht mehr selten. Mit seinen großen Bildern vermittelt er den Eindruck, daß beinahe ständig Dramatisches geschieht. Kirby zeigt jetzt sehr häufig Körper oder Gesichter in Nahaufnahme, also ganz im Vordergrund, und er hat auch eine Vorliebe für Blicke von oben über die Wolkenkratzer von New York und Kämpfe in der Luft. Beides kommt in großen Panels gut zur Wirkung.

Interessant, wo diese Zäsur gesetzt wird. Es ist zwar reiner Zufall, aber die vorliegende Ausgabe ist die letzte der 33. Williams-Produktion, mit der bekanntlich sechs Marvel-Serien plus die „Grüne Laterne“ eingestellt werden mußten. Ab dem nächsten Heft ist die Marvel-Produktion deutlich schmaler. Und mir fällt gerade erstmals auf, daß genau da die lila Manschetten auf der Titelseite stark vergrößert wurden. Ich kann mich noch erinnern, daß die großen Manschetten damals, wohl 1977, meine Aufmerksamkeit erregt haben. Es dauerte bis FV # 71, bis ich regelmäßig zugriff.

An der Story ist für mich diesmal nicht so viel auffällig wie an der Grafik. Der Vierteiler wird rasant, aber letztlich nur routiniert zuende gebracht. Zu Beginn muß sich Sue, die Unsichtbare, allein des Super-Androiden des verrückten Denkers erwehren. Sie benutzt dafür den „Electi-Kraft-Strahl“ ihres Mannes, wieder mal eine von Lee ausgedachte pseudowissenschaftliche Waffe. Sie stoppt den Androiden nicht, bringt aber Reed, Ding und die Fackel wieder zu Bewußtsein. Ding kämpft jetzt erfreulicherweise wieder auf der richtigen Seite mit. Nun sinkt Sue besinnungslos hin – es war alles für sie zuviel. Die übrigen Drei merken derweil, daß der Android sehr variabel kämpft und kaum auszuschalten ist. Reed lockt ihn schließlich zum Tor zur Negativzone, und das Maschinenwesen wird hineingezogen und treibt, wie wir das schon kennen, seinem sicheren Ende entgegen.

Bleiben noch drei Seiten fürs Happy End. Wobei festzuhalten ist: Im gesamten Vierteiler ist vom Privatleben der FV nun wieder recht wenig zu sehen. Jedenfalls taucht Crystal wieder auf, die sich hauptsächlich der schwangeren Sue annehmen soll. Reed zieht derweil aus diesem höchst bedrohlichen Abenteuer Konsequenzen: Er verkündet, daß er und Sue aus dem Superheldenteam aussteigen, denn er könne das Leben seiner Frau und ihres ungeborenen Kindes nicht länger gefährden. Sieht so aus, als wären die FV damit Geschichte – noch vor der Trennung der Beatles! Aber wir sind noch in der Zeit, als Stan Lee die Serie schrieb, der einmal sagte, in den Marvel-Serien dürfe es keine Veränderungen geben, sondern nur die Illusion von Veränderungen.
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Alt 21.07.2017, 17:38   #3752  
michidiers
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Sammlung der Superhelden Juli 2017

Gleich drei Bücher aus der Roten Sammlung waren in dem Paket, das mir mein DHL-Zusteller in der letzten Woche in die Hand gedrückt hatte. Genug Lesestoff, um den langen Rail und Fly von Oldenburg über Düsseldorf nach Ibiza und zurück zu überbrücken.

Ausgabe 12 – Die Fantastischen Vier: Doom muss fallen!



Inhalt: Fantastic Four (Vol. 1) 192-200

Zitat:
1961 haben Stan Lee und Jack Kirby die Welt der Comics für immer verändert. Mit Reed Richards, Ben Grimm und den Geschwistern Susan und Johnny Storm haben sie den modernen Superhelden neu definiert. Die Geschichten der Fantastic Four, Marvels erstem Heldenteam, wurden bald zur Pflichtlektüre für jeden Comic-Fan.
Als die Fantastic Four getrennte Wege gehen, kehrt ihr größter Feind Dr. Doom zurück, um das Team zu vernichten. Dieser Band präsentiert das komplette Abenteuer Doom muss fallen! – eine neunteilige Saga, die das Heldenquartett in einem ganz neuen Licht zeigt, erzählt von einigen der großen Marvel-Autoren!
Ganz sicher ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks, jedoch konnten mich weder die Geschichte, noch die Zeichnungen wirklich vom Hocker reissen. Nach meiner Meinung die bislang schwächste Ausgabe dieser Reihe.


Ausgabe 13 - Black Widow: Heimkehr / Crimson Dynamo schlägt wieder zu! / Hüte dich vor Black Widow!



Inhalt: Tales of Suspense 52, The Amazing Spider-Man 86 und Black Widow (Vol. 3) 1-6

Zitat:
Die so schöne wie tödliche Natasha Romanoff alias Black Widow ist die beste Superspionin der Welt. In diesem Band zeigen wir ihre wegweisenden frühen Auftritte sowie das hochgelobte Abenteuer Heimkehr von Richard K. Morgan und Bill Sienkiewicz. Nachdem die Black Widow sich aus Agentenkreisen zurückgezogen hat, sorgt ein versuchtes Attentat dafür, dass ihre Vergangenheit sie wieder einholt. Als Natasha daraufhin eine weltweite Mordserie näher untersucht, lüftet sie Geheimnisse, die ihr eigenes Leben völlig auf den Kopf stellen.
Angesiedelt irgendwo zwischen James Bond, Mission Impossible und Superheldenstory erweist sich die Hauptgeschichte Black Widow (Vol. 3) 1-6 als die mit Abstand beste Geschichte, die ich bisher von Black Widow überhaupt gelesen habe. Viel Action, Spionage und knisternde Erotik machen diese tolle Story aus. Hätte sicher das Zeug, die Vorlage für einen Hollywood-Soloauftritt der Schwarzen Witwe zu werden.


Premium Ausgabe 1 – Red Skull: Captain America und Red Skull / Red Skull lebt / Rote Zone



Inhalt: Captain America Comics 7, Tales of Suspense 79, Avengers (Vol. 3) 65 – 70

Zitat:
Von den dunklen Tagen des Zweiten Weltkriegs bis in das moderne Zeitalter hat Red Skull unermüdlich versucht, die Welt mit seiner eisernen Faust zu beherrschen. Werden Sie neben seinem ersten Auftritt in „Kampf gegen Captain America“ Zeuge, wie Skull einen biologischen Anschlag auf amerikanischem Boden plant.
Eigentlich war ich immer der Meinung, dass ich alle Ausgaben der Rächer-Hauptserie seit der Nummer 1 (in unterschiedlichen Formaten und Sprachen) vorliegen habe. So fragte ich mich beim Lesen, warum ich mich an die sehr gute Geschichte in dem vorliegenden Band absolut nicht erinnern konnte.
Nachforschungen in meinen Comickisten ergaben dann, dass mir die Avengers Vol. 3 ab der US-Ausgabe 42 tatsächlich fehlen. Offenbar muss von 2003 bis April 2005 eine gewisse „Rächermüdigkeit“ bei mir eingesetzt haben und ich habe die Serie abgesetzt.
Eingesetzt hat die Lust auf die Avengers erst wieder mit „Heldenfall“ im Oktober 2005 und dem dann beginnenden Run unter Bendis in Paninis „Die Ruhmreichen Rächer“.
Zumindest mit der Hauptgeschichte in dieser ansprechend aufgemachten Premiumausgabe von Hachette habe ich damals echt was verpasst. Sie ist ein echter Superheldencomic mit gruseliger Endzeit-Atmosphäre und mit einem klaren Seitenhieb auf die damalige Busch jun. / Rumsfeld – Regierung in den USA. Echt lesenswert!
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Alt 23.07.2017, 07:14   #3753  
jakubkurtzberg
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Wenn Lee/Kirby drin sind, muss man es haben, oder?
http://dassagtenuff.blogspot.de/
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Alt 23.07.2017, 07:31   #3754  
Peter L. Opmann
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Zitat:
Zitat von michidiers Beitrag anzeigen
jedoch konnten mich weder die Geschichte, noch die Zeichnungen wirklich vom Hocker reissen.
Mir hat ein Freund von diesem FF-Band vorgeschwärmt. Die Spannung steige bis FF # 200 immer mehr. Kann ich nicht nachvollziehen. Die Zeichnungen, hauptsächlich von Keith Pollard, haben mir dagegen gut gefallen. FF war damals eine sehr traditionelle Serie; grafisch hätte das in die frühen 70er Jahre gepaßt, wir sind aber hier in 1977/78. Pollard ist hauptsächlich an John Buscema orientiert. Aber er ist trotzdem kein seelenloser Epigone, sondern er gestaltet - natürlich mit Hilfe von Joe Sinnott - die Serie so, daß man meint, das hätte von Buscema stammen können, wenn er das gemacht hätte.
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Alt 23.07.2017, 07:36   #3755  
Marvel Boy
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Zitat:
Zitat von jakubkurtzberg Beitrag anzeigen
Wenn Lee/Kirby drin sind, muss man es haben, oder?
http://dassagtenuff.blogspot.de/
Natürlich!
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Alt 24.07.2017, 15:51   #3756  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 68



Erscheinungstermin: 1976/10

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #72
2) Daredevil (I) #24

Story-Titel:
1) Wo der Silberstürmer gleitet !
2) Geheimnis des Mitternachtsjägers 3/3: ?

Original-Storytitel:
1) Where soars the Silver Surfer!
2) The mystery of the Midnight Stalker!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Eigentlich hatten die Richards wegen Sues Schwangerschaft eine längere Pause von den FV einlegen wollen. Daß sich diese als sehr kurz erweist, liegt am Silberstürmer. Der beschäftigt sich mit dem blauäugigen Vorhaben, die Menschheit mehr miteinander zu vereinen, in dem er Katastrophen verursacht und sie somit gegen sich aufbringt. Zunächst Ding und Fackel, später auch das US Militär mit einer „Sonic Shark Rakete“, sowie der vom Beobachter alarmierte Reed Richards werfen sich dem Surfer erfolgreich entgegen. Dieser sieht nach einem aufreibenden Kampf die Unsinnigkeit seiner Handlungen ein und trollt sich.
2) Der Dämon tut sich mit seinem Widersacher Ka Zar zusammen und besteigt mit diesem ein Unterseeboot, wo sie auf den Plunderer (Ka Zars Bruder) treffen und ihn dort unschädlich machen. Nach dessen Festnahme ist Ka Zars angekratzter Ruf im englischen Königreich wieder rehabilitiert.

Bemerkungen:
Dies ist keine besonders herausragende Ausgabe, da die Handlungsmotive des Silberstürmers sehr an den Haaren herbeigezogen sind und sich darauf kaum eine ansprechende Story darauf aufbauen lässt.
Zumindest gibt es aber noch ein paar schöne Zeichnungen zu bestaunen, u.a. dieses Bild:



Auch erschienen in:
1) Hit Comics #73
2) Erstveröffentlichung
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Alt 24.07.2017, 17:10   #3757  
Peter L. Opmann
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Das Cover läßt eine epochale Ausgabe erwarten. Es ist fast ganz der damals wohl spektakulärsten Figur im Marvel-Universum gewidmet, dem Silberstürmer (Silver Surfer) vor Jack Kirby-typischer Weltraumkulisse. Im Hintergrund nimmt der Beobachter in einer geisterhaften Erscheinung seine Aufgabe wahr. Das namensgebende Quartett taucht dagegen überhaupt nicht auf. Der Titel dieser Ausgabe klingt nach bewusstem Understatement: „Wo der Silberstürmer gleitet!“ Dahinter verbirgt sich jedoch nach einer langen Abfolge von epischen Geschichten in Mehrteilern mindestens seit # 52 eine „nur“ heftlange Story, die zudem nicht so richtig überzeugt.

Festzuhalten ist, daß bei Williams nun die erste schlanke Monatsproduktion erreicht ist (nur die Serien „Spinne“, „FV“, „Rächer“ und „Horror“ haben überlebt; hinzu kommt eine letzte Ausgabe des Magazins „Planet der Affen“). Das Cover ist nun mit einer größeren violetten Manschette ausgestattet, damit die Marvels im Zeitschriftenstand nicht länger übersehen werden.

Vermutlich konnte Stan Lee hier deshalb nicht den nächsten Mehrteiler starten, weil in der nächsten Ausgabe eines der ersten Crossover stattfinden sollte: Dr. Doom hatte sich des Körpers des Dämons bemächtigt, und die FV werden eingreifen (wissen aber nicht, daß sie es bereits wieder mit dem echten Dämon zu tun haben). In der aktuellen Ausgabe geht es vorerst darum: Reed und Sue sind aus dem Team ausgestiegen und auf dem Weg nach Kalifornien, wo sie offenbar irgendwo untertauchen wollen – zumindest bis ihr Kind geboren ist. Ding und Fackel erhalten derweil Besuch vom Beobachter, der sie davor warnt, daß der Silberstürmer die Erde angreifen will. Tatsächlich sehen wir ihn gleich darauf allerhand Unsinn anstellen (Tempel zerstören, Städte zuwuchern lassen, einen Tsunami erzeugen, eine Pyramide versetzen).

Der Silberstürmer will mit dieser Zerstörungsorgie erreichen, daß sich die Menschheit vereint gegen ihn stellt – seiner Ansicht nach die einzige Möglichkeit, Konflikte und Kriege auf der Welt zu beenden. Ding und Fackel versuchen freilich, ihn davon abzuhalten. Es ist auch wirklich ein Vorhaben, das zum Silberstürmer nicht paßt. In seiner eigenen Serie hat er letztlich immer leidend hingenommen, daß die Menschen sich hassen und gegenseitig die Köpfe einschlagen. Hier aber läßt er sich auch von den beiden FV-Mitgliedern nicht aufhalten.

Der Beobachter stellt sich inzwischen dem Zug in den Weg, in dem Reed und Sue sitzen, und informiert auch sie, daß der Silberstürmer „Amok läuft“. Reed wirft sofort seine Pläne über den Haufen und entscheidet, daß er seinen beiden Kumpels beistehen muß. Sue darf nicht mitkämpfen; „das verbiete ich“, erklärt Reed, der alte Macho. Man hat solches Verhalten vor 50 Jahren wohl noch unter „Ritterlichkeit“ verbucht oder einfach ganz normal gefunden. Nebenbei: Crystal war von vorneherein so vernünftig, Johnny nicht in den Kampf begleiten zu wollen.

Der Silberstürmer hält nun Kurs auf das Washingtoner Kapitol, wo das Repräsentantenhaus und der Senat tagen. Die Sicherheitsorgane der USA reagieren darauf, indem sie eine „Sonic-Shark-Rakete“ zünden, die ihrem Ziel überallhin folgt, bis sie es vernichtet hat. Ob sie atomar bestückt ist, bleibt unklar. Um es kurz zu machen: Ding gelingt es mit einem beherzten Schlag, sie doch aus der Bahn zu bringen, worauf sie in der Stratosphäre, ohne Schaden anzurichten, explodiert. Der Silberstürmer ist damit von seiner Manie geheilt, die Menschheit zu vereinen. Es folgt ein reichlich pathetischer Schlußdialog, bei dem die wesentlichen Fragen offen bleiben: Soll auf der Welt doch alles so bleiben, wie es ist? Ist es in Ordnung, daß die USA über eine Waffe verfügen, die mächtiger als der Silberstürmer ist? Oder ist die Menschheit etwa doch nicht so verkommen, wie er gedacht hat? Und was ist mit seiner „kosmischen Kraft“ passiert – angeblich hat die Rakete sie ihm entzogen, auf welchem Weg auch immer. Naja, gut, daß wir darüber gesprochen haben.

Grafisch ist das wieder souverän umgesetzt. Man muß auch sagen: Die Story weist zwar einige Holprigkeiten und Widersprüche auf, läßt sich aber auf 20 Seiten sehr gut und dramatisch in Szene setzen. Der Höhenflug von Jack Kirby und Joe Sinnott setzt sich fort.
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Alt 26.07.2017, 18:24   #3758  
michidiers
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Hachette Zeit für Superhelden Juli 2017

Wenig Zeit zum Luft holen lässt mir derzeit der Verlag Hachette. Kaum hatte ich die letzten drei Ausgaben der roten Sammlung durchgelesen, drückte man mir auch schon wieder zwei Ausgaben der schwarzen Sammlung in die Hand:

Ausgabe Classic XXXVI - Captain America und Falcon: Die Amokbombe



Inhalt: Captain America 193-200

Autor & Zeichner: JACK KIRBY

Zitat:
Wir befinden uns im Jahr 1975. Während die USA ihre Zweihundertjahrfeier vorbereiten, verbünden sich geheime Kräfte, um das Land ins Chaos zu stürzen. Gemeinsam versuchen Captain America und Falcon, die Verschwörer unschädlich zu machen, bevor diese ihre Vernichtungswaffe einsetzen. Können die beiden Helden die Schurken aufhalten, oder wird Amerika durch die furchtbare Amokbombe vernichtet?
Dass Jack Kirby nicht nur ein begnadeter Comiczeichner, sondern auch ein ganz passabler Geschichtenerzähler sein kann, stellt er mit dieser Ausgabe unter Beweis. Vielleicht inspiriert von Filmen wie Rollerball oder Frankensteins Todesrennen, die beide im demselben Jahr erschienen, schreibt er vom Caps und Falcons Heldenkampf gegen den gewaltsamen Versuch einiger Bösewichter, in den USA eine distopische Gesellschaft zu etablieren.

und

Classic XXXVII - Marvel: Was wäre, wenn ...?



Inhalt: What If? (Vol. 1) 1, 3, 18, 20, 23-24, 34

Autor & Zeichner: Roy Thomas, Jim Craig, Jim Shooter, Gil Kane, Peter Gillis, Tom Sutton, Tom Defalco, Alan Kupperberg, Herb Trimpe, Tony Isabella

Zitat:
Das Marvel-Universum ist eine Welt voll ungeahnter Möglichkeiten ... und unzähliger Geschichten! Entdecken Sie einige der ungewöhnlichsten
Abenteuer, wenn wir fragen: „Was wäre, wenn?“ Wie wäre es Spider-Man als Mitglied der Fantastic Four ergangen? Hätten die Avengers den Kree/Skrull-Krieg auch ohne Rick Jones gewonnen? Wie wäre Spider-Mans Leben verlaufen, wenn Gwen Stacy überlebt hätte? Die Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in diesem Band!
Es ist ganz gewiss eine Sache der Einstellung, aber ich persönlich stehe diesen Einteilern, die Fiktionen aus fiktiven Superheldengeschichten ziehen, kritisch gegenüber. Es war nett, einmal einen Blick hineingeworfen zu haben, mehr aber auch nicht. Sie sind m.E. so überflüssig, wie die zahlreichen Team-ups.
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Alt 26.07.2017, 20:10   #3759  
Peter L. Opmann
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Es ist ganz gewiss eine Sache der Einstellung, aber ich persönlich stehe diesen Einteilern, die Fiktionen aus fiktiven Superheldengeschichten ziehen, kritisch gegenüber. Es war nett, einmal einen Blick hineingeworfen zu haben, mehr aber auch nicht. Sie sind m.E. so überflüssig, wie die zahlreichen Team-ups.
Ich habe ehrlich gesagt nicht sehr viele "What ifs" gelesen. Die Reihe wurde bereits von Williams vorgestellt, dort gab es ein paarmal Redaktionsseiten, auf denen gezeigt wurde, was sich in USA tut. Ich fand das faszinierend. Aber ich stimme zu: Was ich konkret gelesen habe, war meist eher enttäuschend.

"What if" ist für mich Ausdruck dafür, daß das Marvel-Universum in einem engen Korsett steckt. Das Enttäuschende war, daß sich auch bei geänderten Annahmen oder Konstellationen am Status Quo kaum etwas änderte.

Heutzutage macht Marvel einen kompletten Neustart und richtet Serien ganz neu auf andere Zielgruppen aus. Das finde ich natürlich auch frustrierend. Einzelne Ausgaben, in denen einmal alles ganz anders läuft, als man es gewohnt ist, hätte ich dagegen geschätzt.
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Alt 27.07.2017, 08:00   #3760  
falkbingo
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Wie z.B. Perry Rhodan NEO. Für mich ist diese Serie sehr gut gelungen.
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Alt 29.07.2017, 15:30   #3761  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 69



Erscheinungstermin: 1976/10

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #73
2) Daredevil (I) #25

Story-Titel:
1) Flammen des Kampfes
2) Hier hüpft: Der Springfrosch!

Original-Storytitel:
1) The flames of battle--
2) Enter: the Leap-Frog!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Ein Doombot mit dem Aussehen des Dämons führt zu einer Reihe von Verwechslungen, die in einem Kampf von Reed gegen Dämon, Fackel gegen Spinne und Ding gegen Thor gipfeln. Erst das Intervenieren von Sue Storm lässt die sechs männlichen Kampfhähne zur Vernunft kommen und wieder zu Freunden werden.
2) Eine hüpfende Gefahr bahnt sich im Leben und Wirken des Dämons an: der „Springfrosch“ macht sich bereit, die Unterwelt zu erobern!

Bemerkungen:
Das äußerst gelungene Cover täuscht über den eindimensionalen Inhalt hinweg. Ein von Missverständnissen geprägter Kampf von sechs verhinderten Helden zieht sich hier über zwanzig Comicseiten hin. Obendrein ist diese Ausgabe als Crossover die Fortsetzung der Handlung aus Daredevil #38:



Heutzutage undenkbar: Auf den ersten Teil dieser Story hatten die Leser noch über ein Jahr zu warten, denn die deutsche Fassung von Daredevil #38 sollte erst ab November 1977 als Zweitgeschichte in Die Fantastischen Vier #98 im Williams Verlag erscheinen.

Fantastisch ist hingegen diese Seite mit Thor und Ding:



Auch erschienen in:
1) Hit Comics #73
2) Erstveröffentlichung
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Alt 29.07.2017, 17:50   #3762  
Peter L. Opmann
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Diese Ausgabe finde ich mißglückt, aber sie hat ihre Bedeutung, und sie ist auch in Details der Story interessant. Dies ist eines der frühesten Beispiele dafür, daß bei Marvel eine Geschichte über unterschiedliche Serien hinweg erzählt wird. Erst bekommt es der Dämon („Daredevil“) mit einem ziemlich unwahrscheinlichen Gegner zu tun, nämlich Dr. Doom. Der Showdown findet dann dort statt, wo er hingehört, nämlich bei den Fantastischen Vier. Da hat jedenfalls Stan Lee den Samen gelegt für eine Praxis, die inzwischen monströse Formen angenommen hat, das Crossover.

Dr. Doom ist übrigens in der vorherigen Ausgabe fälschlich angekündigt worden, denn er ist hier schon wieder aus dem Spiel. Die Behauptung, daß er in diesem Heft vorkommt, läßt sich nur insofern aufrechterhalten, als die FV den Dämon irrtümlich für Doom halten. Ich habe einen Blick in FV # 99 geworfen, wo die betreffende „Dämon“-Episode endet: Doom tätigt einen Scherzanruf bei den FV. Mit der Stimme des Dämon warnt er, Dr. Doom sei in Gestalt des Dämon auf dem Weg zum Baxter Building. Wäre ich Reed Richards, würde ich das jedenfalls für einen Scherzanruf halten. Tatsächlich aber nimmt Reed die Warnung für bare Münze; das Quartett bereitet sich vor, den Dämon zu bekämpfen.

Die Akteure kennen sich: In FV # 36 half der Dämon schon einmal den FV, als sie ihre Superkräfte verloren hatten – interessanterweise ebenfalls gegen Dr. Doom. Das Mißverständnis, aufgrund dessen FV und Dämon aber nun aneinander geraten, wirkt ziemlich aufgesetzt. In der vorausgehenden Dämon-Story („Daredevil“ # 36 bis 38) gab es einige taktische Finessen und überraschende Wendungen, hier aber geht es eigentlich nur um die „Flammen des Kampfes“, wie die Episode betitelt ist. Wohl ein Hinweis darauf, wie stark der Zeichner im Marvel-System den Charakter der Story mitbestimmt hat. Hier zeichnet Jack Kirby; beim „Daredevil“ war das Gene Colan (Autor ist jeweils Stan Lee).

Der Dämon will also den FV quasi dieselbe verrückte Geschichte erzählen, die sie von Doom schon gehört haben. Eigentlich müsste er darauf gefaßt sein, daß er gleich angegriffen wird. Wobei ich allerdings von den FV erwarten würde, erstmal zu prüfen, ob an der Räuberpistole was dran ist. Aber Kirby verfährt wohl gern nach dem Motto: Erst schießen, dann fragen. So fliegt die Fackel aus, als sich der Dämon arglos nähert. Mithilfe eines Wassertanks kann er sie zunächst aus dem Verkehr ziehen. Gleich darauf bekommt er es jedoch mit Mr. Fantastic und dem Ding zu tun. Auch denen hat er durchaus etwas entgegenzusetzen.

Unmittelbar davor ist er aber der Spinne über den Weg gelaufen und hat ihr geklagt, daß die FV auf seinen Fersen sind. Die Spinne ruft Thor zu Hilfe, und sie mischen sich an der Seite des Dämon in den Kampf ein. Wir haben nun elf Seiten Action, wobei Thor gegen das Ding antritt, die Spinne es mit seinem alten Kumpel Fackel zu tun bekommt und der Dämon sich mit Reed Richards auseinandersetzt. Am Ende stoppt die Auseinandersetzung unvermittelt – Sue greift ein; sie weiß aus dem Fernsehen, daß sich der Dämon aus den Fängen Dr. Dooms befreien konnte und man also hier den echten Helden vor sich hat. Die Akteure sagen „nichts für ungut“ (Dämon verbucht den Kampf als Trainingsstunde) und gehen wieder ihrer Wege. Reed und Sue liegen sich tief bewegt in den Armen.

Das alles kommt mir ziemlich hanebüchen vor, konstruiert und dumm. Die Gaststar-Karte spielen Lee und Kirby aber recht geschickt. Die Figuren treffen so aufeinander, daß die unterschiedlichen Charaktere zur Geltung kommen: Dämon und Spinne reagieren impulsiv und recht aggressiv aufeinander, wie das in der Dämon-Story in FV # 42 bis 44 schon gezeigt wurde. Thor hat gerade ein Problem: Ihm hat Vater Odin die Hälfte seiner Kräfte genommen; er kann unter anderem nicht mehr fliegen. Der Angriff der FV auf den Dämon widerspricht seinem Gerechtigkeitsempfinden, und er entscheidet sich einzugreifen. Durch sein Handicap ist er zum passenden, eher leicht unterlegenen Gegner des Ding geworden. Dämon und Mr. Fantastic, die beiden Intellektuellen, diskutieren beim Kämpfen darüber, wie sie die Wahrheit herausfinden könnten. Durch diese Elemente ist die Geschichte immerhin ganz gut lesbar.

Für die Zeichnungen verdient Jack Kirby ein Extralob. Während er mit den FV und Thor viel Routine hatte, zeichnete er Dämon und Spinne sonst kaum. Seine Interpretation dieser Figuren kann sich aber durchaus sehen lassen, wenn ich auch die Zeichner John Romita und Gene Colan immer vorziehen würde. Als Actionspezialist gestaltet Kirby, unterstützt von Inker Joe Sinnott, die Duelle von Reed und Dämon, Ding und Thor und Fackel und Spinne absolut sehenswert. Übrigens gibt es bei den Marvels nun auch endlich ein professionelles Lettering - ob es von Marlies Gerson oder Christa Manner stammt, ist allerdings unsicher.

Eines fiel mir schließlich noch auf: Die Williams-Produktionen beinhalten ja häufig Leserbriefseiten. Aber die in diesem Monat ist so kontrovers wie kaum sonst. Es wird kritisiert, die Marvel-Helden seien von denen von DC abgekupfert, die Gruselstorys in „Dracula“ und „Frankenstein“ werden bemäkelt, das Papier, auf dem Williams druckt, sei zu billig, und es gibt eine Generalkritik an der Sprache in „Dr. Strange“. Und etwas, was mir all die Jahre im Gedächtnis geblieben ist: Eine Leserin wirft dem Williams-Verlag vor, er wolle nur Geld verdienen. Worauf die Redaktion ziemlich ungeschminkt antwortet: Klar will der Verlag Geld verdienen, was sonst? Man kann vermuten, daß die Leserbriefe wohl noch vor der Entscheidung, mehrere Marvel-Titel einzustellen, ausgewählt worden sind. Jedenfalls: Man sieht, die Redaktion nahm den Dialog mit den Lesern ernst – sowas gab es im Comicbereich sonst kaum, und es wäre heute, im Zeitalter des perfekten Marketing, wohl in einem Comicmagazin undenkbar.
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Alt 31.07.2017, 16:50   #3763  
michidiers
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Hachette – Die Superhelden Sammlung Juli 2017

Derzeit bekomme ich monatlich mindestens vier Bände von Hachette zugeschickt, was den Genuss der Produkte anderer Comicanbieter ziemlich einschränkt. Es ist weniger das Geld, als die Zeit, die ich benötige, um auch andere Comics zu lesen, von normalen Büchern einmal ganz zu schweigen. Daher habe ich mich schon so einige Male gefragt, ob Panini sich mit diesem Projekt nicht selbst ein wenig das Wasser abgräbt.

AUSGABE 14 - Power Man



Inhalt: POWER MAN AND IRON FIST 50-53, NEW AVENGERS: LUKE CAGE 1-3

Zitat:
Luke Cage verkörpert beispielhaft den Superhelden des 21. Jahrhunderts. Der knallharte Verbrecherjäger, dem genauso beeindruckende Gegner das Leben schwer machen, wurde vom Söldner zum New Avenger. Doch nun kehrt Luke zu seinen Ursprüngen zurück – auf einer persönlichen Mission, die ihn in die Straßen führt, in denen er groß wurde.
Dieser Band enthält klassische Abenteuer aus Luke Cages Leben als Superheld und enthüllt, wie der Held für Geld zum weltberühmten Idol wurde.
Dieser Band ist deshalb so interessant, weil er aus zwei Hauptgeschichten besteht, die aus völlig unterschiedlichen Epochen stammen. POWER MAN AND IRON FIST 50-53 aus dem Jahr 1974 und NEW AVENGERS: LUKE CAGE 1-3 von 2010. Es ist schon erstaunlich, welch eine Änderung Luke Cage -
nicht nur als Mensch, sondern auch dessen künstlerische Darstellung -durchgemacht hat.

und


AUSGABE 15 - Die Fackel (Jim Hammond)



Inhalt: The Torch 1-8

Zitat:
Jim Hammond, genannt Fackel, entstand genau wie Namor der Sub-Mariner und Captain America im „Golden Age“ der Comics. Der entflammbare Android, erschaffen von einem genialen Wissenschaftler, gehört somit zu den allerersten Helden des Marvel-Universums.
Nachdem Hammonds künstlicher Körper deaktiviert wurde, ist es der wahnsinnige Mad Thinker, der die Fackel zurück ins Leben holt. Mit seinem treuen Partner Toro an seiner Seite kämpft er erneut für das Gute. Dabei wird der Android lernen, was es heißt, menschlich zu sein.
So unterhaltsam diese Geschichte um die erste Fackel auch ist: so langsam nehmen die Nazi Verschwörungsthemen in den beiden Sammlungen überhand. Gefühlt lese ich in letzter Zeit viel zu oft von bejahrten Faschisten und Altnazis, die unsere Erde unterjochen wollen, obwohl seit Jahren ganz andere Bedrohungen für die freie Welt anstehen. Ich denke da an den radikalen Islam oder auch Nordkorea. Jedoch ist der Grund dieses Problems wohl eher bei Mavel zu suchen, als bei Hachette.
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Alt 02.08.2017, 13:53   #3764  
moriturus
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Die Fackel hat mir ziemlich gut gefallen und war mir vor Erscheinen in der Kollektion vollkommen unbekannt. Ich dachte erst an ein Soloabenteuer über Johnny Storm und war ziemlich Baff, als ich den Band in Händen hielt. Die Geschichte habe ich als eine Art Hommage an die ursprüngliche Figur verstanden, der Gegenpart war in diesem Fall passend.

Eine kleine persönliche Anmerkung möchte ich noch über das Thema "Religion" in Marvel Comics anbringen, ganz gleich in welcher Funktion. Ich finde es unpassend, da es für mich keinen Unterhaltungswert besitzt, aber aus eben diesem Grund lese ich diese Comics. Marvel hat ja den Versuch gestartet, Charakteren einen religiösen Background zu geben, wahrscheinlich um sie authentischer erscheinen zu lassen, als Bespiel möchte ich die aktuelle Ms. Marvel anführen, für mich geht der Schuß da aber nach hinten los. Es verleidet mir die Lektüre, hat keinen Mehrwert für die Geschichten, ist eher kontraproduktiv und wie ein Klotz am Bein. Ähnlich verhält es sich mit sexuellen Vorlieben.

Religiöse Fanatiker in der Rolle des Bösewichtes brauche ich ebenfalls nicht, es reicht mir schon, wenn ich täglich das Weltgeschehen verfolge. Ich lese zur Entspannung und brauche keine allzu starke Verankerung in dieser Welt, sondern stürze mich gewollt in die Fiktion, um dieser Welt für kurze Zeit entfliehen zu können. Lieber Dr. Doom als Al Quaida.
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Alt 05.08.2017, 09:15   #3765  
michidiers
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Die Fackel hat mir ziemlich gut gefallen und war mir vor Erscheinen in der Kollektion vollkommen unbekannt. Ich dachte erst an ein Soloabenteuer über Johnny Storm und war ziemlich Baff, als ich den Band in Händen hielt. Die Geschichte habe ich als eine Art Hommage an die ursprüngliche Figur verstanden, der Gegenpart war in diesem Fall passend.

Eine kleine persönliche Anmerkung möchte ich noch über das Thema "Religion" in Marvel Comics anbringen, ganz gleich in welcher Funktion. Ich finde es unpassend, da es für mich keinen Unterhaltungswert besitzt, aber aus eben diesem Grund lese ich diese Comics. Marvel hat ja den Versuch gestartet, Charakteren einen religiösen Background zu geben, wahrscheinlich um sie authentischer erscheinen zu lassen, als Bespiel möchte ich die aktuelle Ms. Marvel anführen, für mich geht der Schuß da aber nach hinten los. Es verleidet mir die Lektüre, hat keinen Mehrwert für die Geschichten, ist eher kontraproduktiv und wie ein Klotz am Bein. Ähnlich verhält es sich mit sexuellen Vorlieben.

Religiöse Fanatiker in der Rolle des Bösewichtes brauche ich ebenfalls nicht, es reicht mir schon, wenn ich täglich das Weltgeschehen verfolge. Ich lese zur Entspannung und brauche keine allzu starke Verankerung in dieser Welt, sondern stürze mich gewollt in die Fiktion, um dieser Welt für kurze Zeit entfliehen zu können. Lieber Dr. Doom als Al Quaida.

Stan Lee etc. haben ja seit Anbeginn der Superheldencomics sich für ihre Geschichten aus dem Weltgeschehen inspirieren lassen. Das ging ja schon mit dem Kampf gegen Nazideutschland los. So sind die Geschichten auch ein Abbild von uns, unserer Kultur und der Politik. Ich mag es durchaus, wenn reale Bezüge bestehen, bzw. besonders, wenn ab und an bekannte Personen aus Sport, Politur und Unterhaltung aus unserer Welt einen Auftritt in den Storys bekommen.

PS: Ich bin ja gespannt, wann Trump sein erstes Cameo bei Marvel bekommt, und wie der aussehen wird. .



Die Fantastischen Vier (Williams)70



Erscheinungstermin: 1976/11

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #74
2) Daredevil (I) #25

Story-Titel:
1) Wenn Galactus ruft !
2) Hier hüpft: Der Springfrosch 2/2

Original-Storytitel:
1) When calls Galactus
2) Enter: the Leap-Frog!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Galactus knurrender Magen ist dafür verantwortlich, dass er sich erneut der Erde und den darauf im Exil weilenden Silberstürmer zuwendet. Zunächst schickt er jedoch den „Ahnder“, ein schier unbesiegbarer Android, um einen eventuellen Widerstand der FV auszukundschaften. Dieser liefert sich dann auch prompt einen Kampf mit unseren Freunden, verschwindet aber so plötzlich, wie er aufgetaucht ist, als der Weltenverschlinger der Erde gefährlich nahe kommt …
2) Kurzen Prozess macht der Dämon mit einem sowohl ungewöhnlichen, als auch schlappen Kontrahenten: nach ein paar kräftigen Schwingern geht der Springfrosch zu Boden und wird ein Fall für die Gerichte.

Bemerkungen:
In einer kurzen Mitteilung entschuldigt sich die Redaktion dafür, dass die deutschen FV-Ausgaben 70 – 72 um jeweils zwei Seiten gekürzt worden sind. Als Begründung wird angegeben, dass als Druckvorlage aus den Vereinigten Staaten nur die Reihe „Marvel´s greatest Comics“ 56 – 58 vorlag und diese grundsätzlich in den USA um zwei Seiten gekürzt veröffentlicht wird. Wirklich bemerkt habe ich es dann beim Lesen aber nicht.
Diese schöne Bildabfolge ist glücklicherweise nicht der Schere zum Opfer gefallen und hat den Weg in die deutsche Veröffentlichung gefunden:



Auch erschienen in:
1) Hit Comics #77
2) Erstveröffentlichung
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Alt 05.08.2017, 10:44   #3766  
Marvelianer
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Hit Comic # 77 beinhaltet die 2 fehlenden Seiten in schwarzweiss!
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Alt 05.08.2017, 10:53   #3767  
Peter L. Opmann
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Zitat von michidiers Beitrag anzeigen
In einer kurzen Mitteilung entschuldigt sich die Redaktion dafür, dass die deutschen FV-Ausgaben 70 – 72 um jeweils zwei Seiten gekürzt worden sind. Als Begründung wird angegeben, dass als Druckvorlage aus den Vereinigten Staaten nur die Reihe „Marvel´s greatest Comics“ 56 – 58 vorlag und diese grundsätzlich in den USA um zwei Seiten gekürzt veröffentlicht wird. Wirklich bemerkt habe ich es dann beim Lesen aber nicht.
Ich hab's schon bemerkt; der Hinweis der Redaktion ist mir dagegen entgangen.

Als erstes muß ich auf einen schweren Makel hinweisen, den diese Ausgabe aufweist: die FV-Story ist um zwei Seiten gekürzt. Williams hat zu dieser Zeit nicht mehr selbst Seiten ausgelassen, aber bekam manchmal nicht die Original-Druckvorlagen, sondern die späterer Reprint-Ausgaben, die bereits gekürzt waren. Auf jeden Fall bemerkt man die Lücken beim Lesen. Man wird dadurch aber auf ein Problem aufmerksam: 20 Seiten FV plus eine halbe „Daredevil“-Story von zehn Seiten Umfang – das paßt kaum in ein Heft, jedenfalls bleiben dann nur noch Cover und Backcover übrig. Hier ist Platz für elf Seiten „Dämon“ und immerhin noch eine Seite mit der Check-List.

Die Story „Wenn Galactus ruft“ ist nicht nur lückenhaft, sondern auch etwas unbefriedigend konstruiert. Der Silberstürmer ist wieder aufgetaucht und sitzt gleich wieder in trauter Gemeinschaft mit Alicia Masters zusammen. Wenn ich Ding wäre, würde ich mir da auch meine Gedanken machen. Aber der Silberstürmer hat natürlich erneut keine unmoralischen Absichten, sondern will nur vor dem Nahen von Galactus warnen. Während die Fackel die Reparatur des Baxter Building überwacht (nach der Auseinandersetzung mit Thor, Spinne und Dämon), kommen der Silberstürmer und Ding vorbei und setzen ihn von der Gefahr in Kenntnis.

Und schon tritt der „Ahnder“ in New York auf, eine Kampfmaschine, die Galactus schon einmal auf die Erde losgelassen hat (damals, in FV # 45, hieß er „Bestrafer“). Der Silberstürmer setzt ihn erstmal mit einem Energiestoß außer Gefecht. Hier fehlt offenbar die erste der beiden Seiten, denn ganz am Ende erfahren wir, daß er sich anschließend aus dem Staub gemacht hat und von „Welten in Welten“ sprach, aber hier ist davon nichts zu sehen.

Ding und Fackel setzen sich mit dem rasch wiederbelebten Ahnder auseinander. Reed, der gerade seiner schwangeren Frau Sue Mut zuspricht, wird von Crystal darauf aufmerksam gemacht und eilt, ohne daß Sue etwas davon erfährt, ebenfalls zum Kampfplatz. Alle drei FV-Mitglieder müssen erkennen, daß sie gegen den Ahnder nicht ankommen. Dann ist aber plötzlich der Ahnder verschwunden, und Reed merkt, daß nun gleich Galactus selbst auftreten wird (wohl die zweite ausgelassene Seite). Er bleibt mit seinem Raumschiff jedoch am Rand unseres Sonnensystems und beginnt, die Erde mit einer Sonde abzusuchen. Er sucht den Silberstürmer. Und das wär’s soweit für diesmal.

Eine holprige Handlung. Schön, warum Galactus den Silberstürmer sucht und warum gerade jetzt, könnte sich im Folgenden ja noch klären. Aber der hochdramatische Auftritt des Ahnders verpufft; sein Duell mit den FV geht unentschieden aus. Die ganze Teilhandlung ist letztlich überflüssig. Das Erscheinen von Galactus soll nur möglichst dramatisch vorbereitet werden. Was immerhin einigermaßen gelingt. Man sollte sich nicht fragen, wozu Galactus den Ahnder überhaupt geschickt hat; er hat ja auf jeden Falls seine Sonde, mit der er den Silberstürmer finden kann. Ein Freund von mir hat kürzlich ein klassisches Marvel-Heft mit einer Rock’n’Roll-Platte vergleichen: die Musik hat keinen tieferen Sinn, aber sie geht gut los. Ich glaube, das trifft nur auf einen Teil der Hefte zu, aber er hat nicht unrecht.

Hier beginnt nun wieder ein Vierteiler, was für sich genommen eine gute Nachricht ist. Indem im nächsten Heft der Mikrokosmos eingeführt wird, gewinnt die Story deutlich an Originalität und Spannung. Vielleicht ließ sich Stan Lee vom „Incredible Shrinking Man“ von Jack Arnold inspirieren oder von Dr. Seuss‘ „Horton hört ein Hu“. Trotzdem machen Lee und Kirby aus der Idee etwas sehr Eigenes. Die Grafik wird hier teilweise durch schlechte Druckqualität beeinträchtigt. Das spricht dafür, daß Williams sich hier mit einem Reprint behelfen mußte. Davon abgesehen sind Jack Kirby und Joe Sinnott hier aber gut, wie in dieser Phase gewohnt.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2017, 15:22   #3768  
jakubkurtzberg
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THOR - RAGNAROK

Im Zuge der Marvel-Verfilmungen erscheint immer wieder auch klassischer Comic-Stoff auf Deutsch, den es zuvor hierzulande nicht oder nur in unzureichender Aufmachung gab. Thors mittlerweile drittes Kinoabenteuer "Ragnarök" bzw. "Tag der Entscheidung" sorgt dafür, dass der hiesige Verlag in der Panini Vorschau #75 für September und Oktober 2017 zwei Best Of-Bände ankündigt, die nicht nur für Marvel-Fans klassischer Geschichten interessant sind.

Marvel Klassiker Thor
(17. Oktober 2017)
Reiht sich in die bisherige Marvel Klassiker-Sammlung mit den Fantastic Four, Avengers 1-2, X-Men und Spider-Man ein. Auf das obligatorische Journey Into Mystery #83 mit Thors Entstehung folgen Thor #149-157 und damit ein US-Heft mehr aus der Williams-Ära als im "Die Spinne - das fehlende Jahr"-Schuber von 1998 von Panini. Einen Teil davon gab es zuletzt in Band 89 bzw. Classic XIII der Offiziellen Marvel-Comic-Sammlung von Hachette. Das Highlight wird allerdings die deutsche Erstveröffentlichung von Thor #179-181 aus der Feder von Stan Lee und Neal Adams sein. Diese drei Ausgaben schließen zwar die chronologische Lücke, die der Bildschriftenverlag anno 1972 zwischen seinen Hit Comics - Thor Nr. 206 und 207 hinterließ nicht ganz. Die Abenteuer des Donnergotts sind aber zumindest ein Fragment, das der Komplettierung der Serie wieder etwas "Futter" gibt.

Auf den kurzen Neal Adams-Run freue ich mich besonders, da dieser nach Jack Kirbys Kündigung bei Marvel als zeichnerischer Lückenbüßer auf höchstem Niveau einspringen musste. Leider veröffentlichten die bisherigen deutschen Verlage in den vergangenen fünfundvierzig Jahren nur sporadisch einzelne Thor-Abenteuer aus dieser Periode.

Die Thor-Anthologie
(26. September 2017)
Mit 320 Seiten vermutlich erneut ein schwarzer Panini-Wälzer in der Hardcover-Tradition von Deadpool und Spider-Man. Gestartet wird auch hier mit Journey Into Mystery #83. Darauf folgen Thor #126-128. Diese Geschichten brachte der Williams Verlag zwar als Zweitstory in seinen Spinne-Heften Nr. 88-93, aber das ist mittlerweile vierzig Jahre her. Nach zwei Abenteuern von 1976 aus der John Buscema-Ära, die erstmals auf Deutsch erscheinen, folgen drei US-Nummern aus dem Walt Simonson/Sal Buscema-Run, die bislang nur im Taschenbuchformat des Condor Verlags vorliegen. Nicht nur das macht den Panini-Band zu einem Must-Have. Die weiteren Comics aus den Jahren 1995-2014 sehe ich als Bonus und hoffe, dass die US-Cover irgendwie mit abgedruckt werden, da die beiden von 1976 trotz des Heftinhalts von John Buscema von Altmeister Jack Kirby nach seiner Rückkehr zu Marvel gestaltet wurden.

Gespannt bin ich auch auf den Film mit Chris Hemsworth, Tom Middleston, Marc Ruffalo und Co. Nicht nur Cate Blanchett in der Rolle der Totengöttin Hela dürfte interessant sein, entspricht dieser Charakter doch genau dem Gegenteil der Elbenfürstin Galadriel, welche sie in den Herr der Ringe- und Hobbit-Trilogien verkörperte.

Geändert von underduck (06.08.2017 um 16:54 Uhr)
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Alt 08.08.2017, 16:51   #3769  
michidiers
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Zitat von jakubkurtzberg Beitrag anzeigen
Classic-Time is coming...
Das HC von Thor werde ich mir auf jeden Fall noch kaufen!



Ansonsten habe ich noch meine beiden letzten Lektüren:

Zack Magazin #218 - 08/17



Mit den Fortsetzungscomics:

Black Crow - El Dorado - 1. Teil
Rick Master - Morde im französischen Garten - 2. Teil
Michel Vaillant - Wiedergeburt - 3. Teil
Die jüdische Brigade - Hatikvah - 3. Teil

Neu dabei ist das erste Teil des vierten und vorläufig letzten Albums der Abenteuerserie Black Crow, wo es den indianisch stämmigen Freubeuter mit den Resten seiner Schiffscrew an den Amazonas verschlägt. Hier vermutet man das sagenhafte Eldorado.
Besonders wegen der detaillierten Zeichnungen, die eine zeitgenössische Atmosphäre schaffen, ist diese Serie ein echter Hingucker.

und

Walt Disneys Lustiges Taschenbuch #494

„Es geht um die Wurst“



Es ist klein, kompakt und leicht. Eine bessere Lektüre für einen Fahrradurlaub gibt es kaum. Zwölf sehr humorvolle Geschichten auf gutem Niveau aus Entenhausen, wobei die mit Micky Maus als verhinderter Superheld wohl die beste war. Ob es an dem Cameo eines ganz besonderen Mannes auf dem letzten Panel der Story lag:

michidiers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2017, 09:19   #3770  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 71



Erscheinungstermin: 1976/11

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #75
2) Daredevil (I) #26

Story-Titel:
1) Welten in Welten !
2) Stelzen-Mann trabt wieder an ! ½

Original-Storytitel:
1) Worlds within worlds!
2) Stilt-Man strikes again

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Die Fantastischen Vier bekommen es in dieser Ausgabe mit von Galactus geschickten, bösen Blaupausen ihrer selbst zu tun. Nur mit einigen Tricks schaffen es unsere Freunde, die starken, aber im Kampf unerfahrenen Plagiate zu besiegen. Um die Erde von weiteren Angriffen zu verschonen geht man einen Deal mit dem hungrigen Weltenverschlinger ein: sie suchen für ihn den ehemaligen Herold Silberstürmer, der sich in den Mikrokosmos – im wahrsten Sinne des Wortes – verkrümelt hat.
2) Um seine Identität als Dämon zu bewahren, ist Matt gezwungen, sich als sein eigener Zwillingsbruder namens Mike Murdock auszugeben. Auch wenn Foggy und Kate diese billige Charade schlucken, sind damit noch längst nicht alle Probleme vom Tisch: der Springfrosch entwischt aus dem Gerichtssaal und tut sich mit dem Stelzenmann zusammen.

Bemerkungen:
Recht unlogisch ist Matt Murdocks Wechselspiel zwischen sich selbst und dem von ihm erfundenen Zwillingsbruder Mike, dem er die Identität des Dämons anlastet.
Die FV-Story hingegen scheint interessant zu werden, da es in der nächsten Ausgabe in den Mikrokosmos geht, um dort den Silberstürmer aufzuspüren.

Während Reed, Ben und Jonny mit ihren boshaften Doubletten balgen ...



... sucht der Kohldampf schiebende Galactus verzweifelt nach dem Surfer:



Auch erschienen in:
1) Hit Comics #77
2) Erstveröffentlichung
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Alt 12.08.2017, 09:58   #3771  
Peter L. Opmann
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Das also war mein Wiedereinstieg bei den „Fantastischen Vier“. Daneben habe ich mir auch „Spinne“ # 71 und „Rächer“ # 49 gekauft. Was mich genau bewogen hat, diese Serien von da an durchgehend zu lesen, weiß ich nicht mehr. Auch nicht, wie ich dazu kam, diese drei Hefte nach doch längerer Abstinenz anzuschaffen. Aber betrachten wir speziell diese FV-Ausgabe, dann ist das für mich heute, 40 Jahre später, noch einigermaßen nachvollziehbar.

Wenn ich vom Cover ausgehe, ist die Grafik klarer und eindrucksvoller als bei den 40er und 50er Nummern. Die Molekülmodelle, durch die Jack Kirby hier den Silberstürmer gleiten läßt, sehen beeindruckend aus – ich kannte sie inzwischen aus der Schule. Von Galactus, dem Planetenfresser, hatte ich sicher schon gehört. Die FV-Ausgaben, in denen er erstmals auftrat, hatte ich vermutlich mal in der Hand gehabt. Ich hätte die Williams-Marvels gleich, nachdem ich sie kurz nach dem Start entdeckt hatte, gern alle besessen, hatte aber schlicht nicht genug Taschengeld. Was ich wohl nicht verstanden habe: Die Fantastischen Vier waren hier zu fünft; von Crystal mit ihrem seltsamen Haarband wußte ich noch nichts. Der Preis des Hefts war noch der gleiche wie zwei oder drei Jahre zuvor – was natürlich erfreulich war.

Ich erfuhr damals hier, in der Check-Liste auf Seite 2, daß es etliche Serien wie „Hulk“ oder „Dracula“ nicht mehr gab. Keine Ahnung, ob mich das traurig machte, aber es kann gut ein Anstoß gewesen sein, jetzt möglichst keine Marvels mehr zu verpassen. Auch diese FV-Episode ist um zwei auf 18 Seiten gekürzt. Die Kürzung fällt im Gegensatz zur vorherigen Ausgabe nicht auf. Eine Zusammenfassung der vorhergehenden Ereignisse auf der Splashpage gibt es ausgerechnet hier nicht. Aber der Leser ist sofort orientiert: Die FV (aus Gründen, die später klar werden, ist Sue nicht dabei) bereiten sich auf eine Begegnung mit Galactus vor. Sofort übertragen sich Unruhe und Nervosität auf den Leser. Kurz darauf erfahren wir, daß Galactus den Silberstürmer sucht – es scheint, als wolle er ihn für etwas bestrafen. Tatsächlich braucht er ihn, um neue Planeten ausfindig zu machen, die er sich einverleiben kann, aber egal.

Galactus versucht, Reed, Johnny und Ding zu zwingen, den Aufenthaltsort des Silberstürmers zu verraten. Sie kennen sein Versteck nicht, es ist für sie aber auch Ehrensache, bei Galactus nicht zu petzen. Er schickt ihnen schließlich drei Gestalten mit identischen Kräften, die sie bekämpfen sollen. Mir war damals nicht klar, daß das ein von Stan Lee schon oft benutztes Klischee ist (siehe etwa Superskrull). Heute denke ich zudem: Was nützt es Galactus, die FV verprügeln zu lassen (abgesehen davon, daß dies für die nötige Action sorgt)? Die FV tauschen am Ende ihre Gegner untereinander aus und besiegen sie so. Aber Galactus läßt nicht locker und droht nun, einen Meteor auf New York plumpsen zu lassen. An dieser Stelle blendet Lee geschickt Sue Richards ein, die offenbar kurz vor der Entbindung steht und sich sorgt, warum auf den Straßen solche Unruhe herrscht. Crystal, ihre Pflegerin, sieht den Meteor am Himmel, schwindelt Sue aber vor, es handele sich um eine Demo.

Reed nimmt derweil mental mit Galactus Kontakt auf, um zu verhandeln. Er verspricht ihm, den Silberstürmer für ihn zu finden. Gerade noch rechtzeitig fällt Johnny ein, daß der Silberstürmer neben einem Mikroskop stand, als er verschwand (etwas, das wir deutschen Leser nicht mitbekommen haben). Reed schließt messerscharf, daß er ins Unendliche geschrumpft sein muß. Die FV werden ihm nun dorthin – wo auch immer das sein mag – mit einem „Reduktomobil“ folgen. Was es mit den „Welten in Welten“ auf sich hat, läßt Lee wohl bewußt im Ungefähren. Ich kann mir aber schon vorstellen, daß mich das als Teenie auf die Fortsetzung heiß gemacht hat.

Gepackt hat mich – dies nebenbei – sicher auch die „Dämon“-Story, die in diesem Heft beginnt. Er kämpft hier gegen den Stelzenmann; interessant ist aber, daß wir hier den ersten Auftritt von „Mike Murdock“ erleben, einem von Matt erfundenen und selbst gespielten Zwillingsbruder, den er braucht, weil seine Kollegen Karen und Foggy schon kurz vor der Aufdeckung seiner zweiten Identität stehen. Es wird gleich zu Beginn deutlich, daß sich Matt Murdock auf diese Weise in Widersprüche verstrickt und es immer schwieriger wird, geheim zu halten, daß in Wirklichkeit er selbst der Dämon ist. Mir hat gleich ab FV # 71 die Zweitstory mindestens genauso gefallen wie die Titelgeschichte.

Ungewöhnliches, faszinierendes Cover, das freilich ein bißchen vorgreift. In FV # 56, dem letzten Heft, das ich davor gelesen hatte, könnte die Grafik noch eine Idee eindrucksvoller gewesen sein. Aber Jack Kirby und Joe Sinnott liefern auf jeden Fall vorzügliche Arbeit ab. Einen ungewöhnlichen Sachartikel gibt es in diesem Heft auch noch: Die Redaktion erklärt den Phasenvertrieb, der immerhin die ganze Williams-Ära hindurch immer wieder Probleme bereitet hat und unter anderem verhinderte, daß für Sonderbände Werbung gemacht werden konnte – die Ausgaben trafen alle erst Monate, nachdem der Verkauf im Norden begonnen hatte, in Süddeutschland ein. Und es waren eingesammelte Hefte, die weiter nördlich Ladenhüter geblieben waren. Zumindest wohnte ich damals nicht in Garmisch-Partenkirchen, sondern eher in der Mitte Deutschlands, aber ich möchte lieber nicht wissen, wie oft die Hefte, die ich kaufte, vorher schon ins Regal gelegt und wieder herausgeklaubt worden waren.

Geändert von Peter L. Opmann (12.08.2017 um 16:16 Uhr)
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Alt 15.08.2017, 18:04   #3772  
michidiers
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KARNAK

„Der Makel in allen Dingen“

u.a. von Waren Ellis, Gerardo Zaffino, Roland Boschi



Ich muss zugeben, dass ich die Figur Karnak als Mitglied der Inhumans bislang nur aus den Heften der Fantastischen Vier des Williams Verlag kannte. Dort nahm er stets die Rolle eines Nebencharakters ein. Stan Lee und Jack Kirby gestalteten ihn kleinwüchsig, er hatte einen eierförmigen Helm auf dem Kopf und trug ein ziemlich albern aussehendes Kostüm. Da Karnak die Schwachstellen in allen Dingen - egal ob Mensch oder Material – erkennt, kam er nie über die Rolle eines Türöffners hinaus: Mit einem gezielten Handkantenschlag hatte er Stahltore zu öffnen, damit seine großen Inhumans-Brüder um Black Bolt die dahinter lauernden Bösewichte verprügeln konnten.

Als ich dieses Paperback heue vormittag bei meinem Comicshop entdeckte, war ich zunächst skeptisch. Um ausgerechnet dieser Figur eine eigene Miniserie zu widmen, die nicht in den Regalen der Comichändler vergilbt, bedarf es entweder Mut, Verrücktheit oder Talent, so mein erster Gedanke. Das sind allerdings alles Eigenschaften, die der englische Autor Warren Ellis mitbringt.

Ellis gestaltet den Plot der Geschichte dabei recht übersichtlich. Karnak wird von SHIELD damit beauftragt, ein vermeintliches Entführungsopfer aufzuspüren. Dieser junge Mann besitzt nach dem Kontakt mit dem Terrigen-Nebel gewisse übermenschliche Fähigkeiten, die von einem religiösen Kult für sinistre Ziele zweckentfremdet werden sollen. Die Ermittlungen führen den ungewöhnlichen Helden zunächst nach Berlin, bevor er in Osteuropa auf die Keimzelle des Kults stößt.

Karnak wird dabei alles andere, als Heldenhaft dargestellt - vielleicht ein Resultat, dass er aufgrund seiner Kräfte ein wenig überpowert daherkommt. Karnak versteht keinen Humor. Er redet und handelt undurchsichtig, ist Nihilist und auf gewisse Weise sehr sadistisch. Gewalt ist ganz offenbar von ihm beabsichtigt und nicht nur Mittel zum Zweck. Daher fließt viel Blut und es fliegen eine Menge Körperteile. Doch Autor Ellis wäre nicht Ellis, wenn er dem brutalen Handeln seines Antihelden nichts entgegenstellen würde. Glaubhaft entlarvt er nach und nach in Bild und mit philosophischen Worten die Verwundbarkeit in Karnak, der seine eigenen Schwachstellen dem Gegner offenbaren muss, um sein Ziel zu erreichen.

In vielerlei Hinsicht ist „Der Makel in allen Dingen“ ungewöhnlich, eine Superheldengeschichte, die eigentlich keine ist. Sie ist sehr untypisch für das, was man von Marvel kennt. Passend dazu sind die sehr entschlossenen Zeichenstriche von Gerardo Zaffino und Roland Boschi, sowie die dramaturgisch gut dosierte Kolorierung. Die Bebilderung spricht oft für sich, oft kommen ganze Seiten ohne eine Sprechblase aus.

Fazit: Dieses Paperback, es enthält auf -140-Seiten die komplette Miniserie, wird alles andere als ein Makel dessen sein, was Panini in Deutschland auf den Markt bringt. Eine sehr europäische Geschichte, die ganz sicher auch für diejenigen lesbar ist, die mit Superhelden nichts anfangen können.
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Alt 19.08.2017, 09:20   #3773  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 72



Erscheinungstermin: 1976/11

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #76
2) Daredevil (I) #26

Story-Titel:
1) Gestrandet in Subatomica !
2) Stelzen-Mann trabt wieder an ! 2/2

Original-Storytitel:
1) Stranded in Sub-Atomica!
2) Stilt-Man strikes again

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Im Subatomaren Raum (sh. FV #71) kommt es zu einer ersten Auseinandersetzung der FV mit dem Silberstürmer. Diese erregt das Interesse des Psycho-Manns, welcher sich zum Herrscher dieser Welten aufgeschwungen hat und einen Androiden namens „Unzerstörbarer“ auf unsere Freunde ansetzt. Der Kampf gegen den Roboter erregt wiederum ein Umdenken beim Silver Surfer. Er erklärt sich bereit, gemeinsam gegen den Psycho-Mann vorzugehen und dann auf die Erde zurückzukehren, wo er wieder die Rolle von Galactus Herold einnehmen soll.
2) Der Dämon kann nach einem langen Kampf den Stelzenmann zwar besiegen, jedoch bleibt es vorerst ein Pyrrhussieg: heimlich bemächtigt sich der Maskierte Marodeur des bewusstlosen Stelzenmannes …

Bemerkungen:
Aufgrund von Problemen, die vollständigen Druckvorlagen aus den USA zu bekommen, erschien die deutsche FV-Story um zwei Seiten (Seite 3 und 14 fehlen) gekürzt. Das geht leider zu Lasten des Verständnisses der in dieser Form recht holprigen Geschichte. Ansonsten wäre es wohl eine sehr gute Story.
Das interessante Setting hat bei Jack Kirby wieder einmal eine Flut von zeichnerischen Ideen ausgelöst:





Auch erschienen in:
1) Hit Comics #81
2) Erstveröffentlichung
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Alt 19.08.2017, 10:21   #3774  
Peter L. Opmann
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Ein unentdecktes Land zu erkunden, ist eine klassische Heldenaufgabe. Marvel-Superhelden tun das nicht so oft, weil sie sich bekanntlich meist in New York bewegen. Aber hier benutzt Stan Lee als Kulisse ein unbekanntes Land, das seinesgleichen sucht. Ich habe oben schon die Parallele zum „Incredible Shrinking Man“ gezogen, ursprünglich ein Roman von Richard Matheson. Zitat: „Das Dasein setzte sich in endlosen Zyklen fort. So einfach erschien es jetzt. Er würde nie verschwinden, denn es gab keinen Punkt des Nichtseins im Universum. (…) Plötzlich rannte er auf das Licht zu. Als er es erreicht hatte, blieb er in sprachloser Ehrfurcht stehen und betrachtete diese neue Welt mit ihrer kräftigen Vegetation, ihren schillernden Hügeln, ihren hohen Bäumen und den wechselnden Farbtönen des Himmels, die glauben ließen, das Sonnenlicht würde durch bewegte Schichten pastellfarbigen Glases gefiltert. Es war ein Wunderland.“ Nicht unwahrscheinlich, daß Lee sich hier Inspiration holte. Bei Dr. Seuss in „Horton hört ein Hu“ ist die Mikrowelt sogar im einzelnen ausgearbeitet. Lee tut das hier auch, auf nicht unoriginelle Weise.

Man kann zwar darüber lächeln, daß Lee und Kirby hier Moleküle genau wie im Chemiebuch zeigen. Das sind natürlich Modelle; wie Moleküle tatsächlich aussehen, wissen wir nicht. Also akzeptiere ich diese Optik. Ich finde sie sogar faszinierend. Von der Kulisse möchte ich jedoch die Handlung unterscheiden, die mehr als konventionell ist: Die FV suchen den Silberstürmer, begegnen ihm zwar, aber erkennen, daß sie ihn nicht verfolgen können. Dann geraten sie selbst ins Blickfeld eines Wesens, des Psycho-Manns, der US-Lesern aus FV Annual # 5 bekannt ist (Williams verspricht hier, diese Ausgabe irgendwann noch zu präsentieren – „kommt Zeit, kommt Marvel“). Psycho-Mann sendet ihnen sofort den „Unzerstörbaren“ entgegen, eine ebenso austauschbare Figur wie der Ahnder letztes Mal. Es ist offenbar der Silberstürmer, der den Unzerstörbaren schließlich aus dem Weg räumt. Er hat nämlich inzwischen mitbekommen, daß die FV ihn deshalb verfolgen, um die Erde zu retten. Kurz entschlossen macht er sich auf, um Galactus daran zu hindern, den Planeten zu verspeisen, während die FV beschließen, sich jetzt gründlich mit dem Psycho-Mann zu beschäftigen (etwas unglaubwürdig, wenn die Zukunft der Erde auf dem Spiel steht).

Immerhin: Der Story wird etwas Tragik verliehen, indem ein unauflöslicher Konflikt des Silberstürmers herausgearbeitet wird. In der subatomaren Welt kann er endlich wieder frei sein, aber er muß zu Galactus zurückkehren, damit die Erde nicht vernichtet wird, und sich damit wieder in Gefangenschaft begeben. Positiv sind mit auch ein paar witzige oder gewichtige Dialoge aufgefallen. „Packen wir ihn, und dann heim zu Marvel, solange es noch geht.“ – „Möge der Zeiger des Schicksals sich heben! Wenn er den kritischen Punkt erreicht, wird die Erde in einem Anti-Materie-Strahlen-Schauer gebadet werden, und Galactus muß nicht mehr hungern.“ Ansonsten wäre die Story aber ziemlich langweilig, wenn es „Subatomica“ nicht gäbe, hier zusammengesetzt aus dem Chemiebuch-Modellen und Planetoiden, die eigentlich die „Welten in Welten“ darstellen. Ohne diese Kulisse wäre es nur wieder eine Klopperei nach bewährtem, aber schon ziemlich strapaziertem Konzept.

Ich lese gerade auch Comics, die Jack Kirby nach seiner Rückkehr zu Marvel in den 70ern gezeichnet hat. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Welche Mühe er sich gibt (zusammen mit Joe Sinnott), die verwirrenden Moleküle zu zeichnen, zwischen denen die FV und der Silberstürmer herumschwirren, fällt dadurch erst so richtig ins Auge. Außerdem tauchen auch ein paar überzeugende fremdartige Wesen auf. Wie ich schon sagte: Kirby ist hier auf dem Höhepunkt seines Schaffens – bleibt es aber noch für rund zwei Dutzend FV-Ausgaben.
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Alt 22.08.2017, 17:54   #3775  
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Hachette Zeit für Superhelden Monatslieferung August 17

Mit dieser Lieferung kam mit der Ausgabe 90 der erste Band der Sammlungserweiterung auf einhundertfünfzig Ausgaben. Dass man sich beim Auftakt für die derzeit äußerst populären Guardians of the Galaxy entschied, hat sicher Marketinggründe.

Ausgabe 90 - Guardians of the Galaxy: Space-Avengers



Autor & Zeichner: Brian Michael Bendis, Steve McNiven

Inhalt: Guardians of the Galaxy: Tomorrow’s Avengers 1 und Guardians of the Galaxy 0.1 & 1-3

Zitat:
Ein galaktischer Rat hat die Erde für unantastbar erklärt – doch nicht jeder hält sich daran. Als die Badoon einen Großangriff auf den Planeten starten, ist es an den Guardians of the Galaxy, die Welt vor den teuflischen Plänen der Außerirdischen zu schützen. Aber was hat Star-Lords Vater, König J’son von Spartax, mit diesem Angriff der Badoon zu tun? Und könnte es für Star-Lord die Chance sein, dessen Terrorherrschaft zu beenden?
Die Geschichte beginnt rasant und filmreif, verzettelt sich dann aber in chronologischen Verschachtelungen und Unverständlichkeiten, die von Action und zu vielen platten Sprüchen gekennzeichnet sind. Hätte Bendis das anfängliche Niveau halten können, wäre es ein ganz großer Wurf geworden.

und

Ausgabe 74 - Ultimate Comics Spider-Man: Wer ist Miles Morales?



Autor & Zeichner: Brian Michael Bendis, Sara Pichelli

Inhalt: Ultimate Fallout 4 und Ultimate Comis Spider-Man 1-5

Zitat:
Peter Parker ist tot – er starb im Kampf gegen den Grünen Kobold, um jene zu schützen, die er liebt. Nun ist in New York ein neuer Wandkrabbler aufgetaucht, der Spider-Mans Erbe antreten will. Zwar besitzt er Spinnenkräfte, doch ist der 13-jährige Miles Morales wirklich stark genug, um der neue Ultimate Spider- Man zu werden?
Befreit vom eng geschnürten Korsett der langen Spider-Man Historie erzählt Autor Brian Bendis die gut durchdachte Geschichte des Miles Morales, der ungewollt und mit gerade einmal 13 Jahren die Last der Spinnenkräfte aufgebürdet bekommt. Eine schöne Story, an der mich eigentlich nur die ein wenig zu glatten, mitunter „klinisch reinen“ Zeichnungen gestört haben.

Nachtrag: Aufgrund der Ereignisse aus Hickmans „Inkursion-Storyline“ in der Avengers Hauptserie tummelt sich Miles Morales mittlerweile übrigens im regulären 616-Universum herum.
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